Sie geht als erste deutsche Frau in die Geschichte ein, die es in den Weltraum geschafft hat: Die Berlinerin Rabea Rogge war am Montag ins All gestartet. Nun steht das Finale der Mission an.
Forscherin Rogge
Von red/dpa
Die erste deutsche Frau im Weltall soll in Kürze wieder auf die Erde zurückkehren. Die „Dragon“-Kapsel mit der Berliner Robotikforscherin Rabea Rogge (29) und drei Mitreisenden solle am Freitag etwa 18.19 Uhr deutscher Zeit vor der kalifornischen Küste landen, teilte das Raumfahrunternehmen SpaceX auf seiner Website mit. Die Landung soll auf dem SpaceX-Kanal bei der Plattform X – beides Unternehmen in der Hand von US-Milliardär Elon Musk – übertragen werden.
Die Crew habe unter anderem die ersten Röntgenbilder im Weltall aufgenommen, hieß es. Insgesamt sollten während des Flugs auf einer Umlaufbahn über die Polarregionen 22 wissenschaftliche Studien durchgeführt werden. Bei einem der Experimente sollte das Wachstum von Speisepilzen in der Schwerelosigkeit untersucht werden.
Für die Mission „Fram2“ hat der in China geborene Malteser Chun Wang, der selbst mit an Bord ist, privat SpaceX mit einem Flug ins All beauftragt. Der Milliardär war mit Kryptowährungen reich geworden. Rogge hatte den Milliardär bei einem Expeditionstraining auf Spitzbergen kennengelernt. Später fragte er sie, ob sie beim Flug dabei sein wolle.
Crew am Montag gestartet
Teil der am Montag gestarteten Crew sind auch die Filmemacherin Jannicke Mikkelsen aus Norwegen sowie der Polar-Guide Eric Philips aus Australien. „Unser Ziel ist es, nicht nur Grenzen zu überwinden, sondern auch neue Möglichkeiten für die Raumfahrt und die Wissenschaft zu schaffen“, sagte Rogge vorab der Deutschen Presse-Agentur.
Die Mission zog auch Kritik auf sich: Man solle Raumfahrt nicht für touristische Zwecke missbrauchen, jeder Raketenstart stelle eine Belastung der Umwelt dar, merkte etwa Europas früherer Raumfahrtchef Jan Wörner an.
Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) waren vor Rogge bislang zwölf deutsche Männer im Weltall, aber keine deutsche Frau. Rogge ist bei der „Fram2“-Mission offiziell als wissenschaftliche Spezialistin dabei.