dpa/lsw Kehl. Nach Auseinandersetzungen in den beiden Freibädern in Kehl im Ortenaukreis verschärft die Stadt die Einlasskontrollen. Bereits am Eingang werde künftig auf korrekte Badekleidung und das Einhalten der Baderegeln geachtet, sagte eine Rathaussprecherin am Donnerstag. Zugang bekomme nur, wer Badekleidung habe und nicht im Verdacht stehe, gegen die Badeordnung zu verstoßen. Dies sei bislang am Beckenrand überwacht worden, das sei aber schwierig.
Daher gebe es nun intensive Zugangskontrollen. Grund sei, dass immer mehr Jugendliche mit Freizeit-Shorts in Schwimmbecken wollten, dies sei nicht erlaubt. Zudem versuche die Stadt, den Besucheransturm besser in den Griff zu bekommen. Hierfür solle die Aufsicht verstärkt werden. Wer gegen Regeln verstoße, müsse die Bäder verlassen. Gebe es einen begründeten Verdacht, werde der Zugang verwehrt.
In die zwei Freibäder der an der Grenze zu Frankreich gelegenen Stadt kämen immer mehr Besucher aus dem Nachbarland. Die Bäder gerieten so an ihre Kapazitätsgrenze. Am Mittwochabend hatten Bademeister und die Polizei das Freibad im Kehler Stadtteil Auenheim geräumt. Eine Gruppe von 40 bis 50 Jugendlichen habe die Anweisungen des Bäderpersonals ignoriert, den Sprungturm gestürmt und sei von allen Seiten ins Becken gesprungen. Es habe daher kein anderes Mittel gegeben, als das Freibad, in dem laut Polizei 3000 Besucher waren, zu räumen.
Bereits Anfang Juni hatte es in einem anderen Freibad in Kehl Auseinandersetzungen gegeben, an denen Polizeiangaben zufolge rund 200 Jugendliche beteiligt waren. Auch damals wurde das Bad geräumt. In der vergangenen Woche hatte die Polizei dort erneut anrücken müssen, nachdem es mit rund 300 Jugendlichen ein großeres Gedränge vor dem Kassenhäuschen gegeben hatte. Das Bad war zuvor wegen Überfüllung für weitere Besucher geschlossen worden.