Kretschmann pocht auf Aufklärung um Batterieforschung

dpa/lsw Stuttgart. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Aufklärung im Zusammenhang mit der Standortwahl für die Batteriezellenforschung in Münster (Nordrhein-Westfalen) gefordert. Die fachlichen Gründe für die Entscheidung müssten transparent und nachvollziehbar dargelegt werden, sagte er am Dienstag in Stuttgart. Man müsse vorher klarstellen, welche Bedeutung das Votum wissenschaftlicher Gutachter in einem solchen Verfahren habe. „Wenn das alles nicht klar ist und das ziemlich freihändig irgendwie entschieden wird - das ist nicht gerade ein Verfahren, um das Vertrauen in die Politik zu stärken.“ Dann müsse man verzichten, von solchen Leuten Voten einzuholen.

Kretschmann pocht auf Aufklärung um Batterieforschung

Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, bei einer Pressekonferenz. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Die Bundesregierung will in der Batterietechnologie im internationalen Wettbewerb aufholen und kurbelt die Forschung mit 500 Millionen Euro an. Hauptforschungstandort wird nun Münster in Nordrhein-Westfalen. Kretschmann und weitere Ministerpräsidenten hatten die Entscheidung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) scharf kritisiert.