Spätzlesbretter dienen als Paddel

Wasserspiele als Auftakt zum Sommernachtsfest am Waldsee in Murrhardt-Fornsbach – Fest endet heute

Mit einem Wassertriathlon wurde am Freitag das viertägige Sommernachtsfest in Murrhardt eröffnet. Für die erste nasse „Fontäne“ sorgte Bürgermeister Mößner beim Fassanstich. Höhepunkt am Samstag war das Brillantfeuerwerk gegen 22.30 Uhr. Die Feuerwerker-Crew präsentierte knapp 13 Minuten lang ein Feuerwerk der Extraklasse.

Spätzlesbretter dienen als Paddel

Bei den Wasserspielen ist Geschicklichkeit gefragt. Dieser Mitspieler muss „blind“ eine Aufgabe erfüllen, angeleitet von einer „Kollegin“. Foto: J. Fiedler

Von Heidrun Gehrke

MURRHARDT. Fußball auf Laufdosen, ein abenteuerlicher Ententransport und ein Nachthemdwechsel mitten im See, dazu geisterfahrende Schwimmringe auf dem See und Spätzlesbretter als Paddel waren zu erleben bei den Wasserspielen am Eröffnungstag des Sommernachtsfests. Nasse Füße sind den Teilnehmern auf jeden Fall sicher, die ihre Kräfte bei drei verschiedenen Wasserspielen gemessen haben. Für die Teams bleibt es nicht bei den nassen Füßen: Eine Frau vom Team „Feurig“ nimmt ihre Schuhe mit und „wässert sich“ bis zu den Knien beim lustigen Laufdosenrennen. Geschick und Treffsicherheit sind vonnöten, um einen Tennisball, einen Tischtennisball und einen Golfball mit dem Fuß in eine Kiste zu befördern, ohne die Laufdollys zu verlassen. „Pfosten! Knapp daneben! Jetzt schaut’s gut aus!“, moderiert Mario Brenner das gezeigte Zielvermögen des gegnerischen Teams „Milchhäusle“ mit Kommentaren und Sprüchen.

Die Teams haben sich dem Jux-Anlass entsprechend ulkige Namen gegeben: „Seepferdle“, „Exzessive Eidonker“ und „Baden Power“, „Gummibärenbande“ und „Feurig“. Nach Auskunft von Uwe Matti, Leiter des Amts für Wirtschaft, Kultur und Tourismus bei der Stadt Murrhardt, liegt die Teilnehmerzahl deutlich über der vom Vorjahr. Damit der Wettbewerb zeitlich nicht ausufert, wird jede spritzig-vergnügte Aufgabe an den Stationen auf Zeit absolviert.

Beim zweiten Spiel geht es darum, im Nachthemd eine Gummiente auf einem Zylinder durch den See zu transportieren. An der Grenze zwischen Nichtschwimmerbereich und tieferem Wasser steht der Teampartner parat für einen Kleidertausch. Mit nassem Stofffetzen am Laib übernimmt er den Rücktransport der Ente ans Ufer. Die Seegänger sorgen für spaßige Szenen: Ein Teilnehmer versenkt den Zylinder im See, er muss minutenlang gesucht werden. Beststimmung auch beim Schwoba-Paddla: Eine Person sitzt „erblindet“ mit einer zugeklebten Schwimmbrille im Schwimmring, die andere muss diese mit der Stimme anleiten. Am Zielpunkt angelangt gilt es, drei Gegenstände aus Kartoffelsäcken zu fischen. Auch das ein Riesenspaß fürs Publikum: Ein Teilnehmer treibt im weiten Bogen um die Kartoffelsäcke herum auf dem See, ein anderer landet zu früh am Sandstrand. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit stehen die mit allen Wassern des Waldsees gewaschenen „Wassertriathleten“ fest: Die meisten Punkte holt das Team „Baden Power“, das bereits 2018 einen guten „Flow“ für Platz eins hatte. Platz zwei und drei gingen an „Die Papas“ und die „Altherren Fornsbach“. Auch am Samstag und Sonntag war das bis heute stattfindende Sommernachtsfest am Waldsee ein voller Erfolg. Rund um den See gibt es regen Volksfestbetrieb mit einem Vergnügungspark und deftigen Speisen und Getränken. Ein Höhepunkt war das Brillantfeuerwerk am Samstag. Zudem erlebten die Besucher ein sehr friedliches Waldseefest. Dies galt auch für die Einsatzkräfte von DLRG, DRK, Feuerwehr, THW, Ordnungsdienst und Polizei.