Der TSV Althütte feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen, ein Geschenk hatte die Gemeinde für den Verein parat: Der neue Kunstrasenplatz ist fertiggestellt und wurde am Wochenende feierlich eingeweiht. Für ein Testspiel trat der TSV Althütte gegen eine Auswahl der Bürgermeister an.
Mit viel Elan spielte die Bürgermeistermannschaft um Reinhold Sczuka (Mitte) das Einweihungsspiel auf dem neuen Kunstrasenplatz in Althütte. Dennoch mussten sie sich am Ende dem TSV Althütte geschlagen geben. Foto: A. Becher
Von Lorena Greppo
ALTHÜTTE. Das Wetter meinte es fast schon zu gut mit den beiden Fußballmannschaften: Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius spritzten die Spieler sich immer wieder Wasser aus einem Eimer in Gesicht und Nacken. Der Spielfreude tat das keinen Abbruch, insgesamt sieben Tore konnten die Zuschauer bestaunen, am Ende setzte sich – trotz Toren von Thomas Nehr und Timo Deuschinger für die Bürgermeister – der Kreisligist TSV Althütte souverän mit 5:2 durch.
Althüttes Bürgermeister Reinhold Sczuka, der in der Bürgermeistermannschaft auflief, sprach zuvor noch ein Grußwort, in dem er auch Vereinsjubiläum des TSV aufgriff und Glückwünsche aussprach. „Ein tolles Jahr“ sei es für den Verein, denn quasi als Geburtstagsgeschenk könne er nun den neuen Kunstrasenplatz übergeben. Dieser sei der zweite seiner Art für den TSV und der dritte in der Gemeinde Althütte. Etwas über 200000 Euro hat der Platz gekostet, für den Architekten waren weitere 47000 Euro fällig. Profitiert haben die Verantwortlichen von einem Zuschuss des Landes in Höhe von 64000 Euro. Die Tore wurden durch den Verein neu beschafft, ebenso ein Pflegegerät für 11000 Euro.
Für etwas Aufregung hatte vor wenigen Tagen noch ein Schreiben des DFB gesorgt, in dem von einem drohenden EU-Verbot von Mikroplastik auf Kunstrasenplätzen gewarnt wurde. Das Granulat, welches auf dem frisch fertiggestellten Platz in Althütte verwendet wurde, besteht zur Hälfte aus den angemahnten Kunststoffen, zur anderen Hälfte aus natürlichen Faserstoffen. Eventuell muss der Platz also in wenigen Jahren schon wieder saniert werden. Davon ließ man sich aber bei der Einweihung nicht aus der Ruhe bringen.
„Als hier vor vielen Jahren noch auf einem Sandplatz gespielt wurde, in anderer Himmelsrichtung, konnte noch niemand diese tolle Entwicklung der Sportanlage erahnen“, befand Sczuka. Sportanlagen seien immer im Fluss, bedürften immer wieder der Erneuerung und daher sei auch auf dem Sportgelände des TSV noch nicht alles fertig. „Aber ziemlich viel.“ In Kürze erfolge noch die Einzäunung des Geländes – dafür würden derzeit die Angebote eingeholt.
Den Verein würdigte der Bürgermeister denn auch, denn „dies alles wäre nicht möglich ohne die tatkräftige Unterstützung“. Schließlich war ja der TSV Althütte Bauherr bei dem Vorhaben. „Dies geht nur, wenn die anpackenden Personen dabei sind“, merkte Sczuka an. Seit dem vergangenen Jahr hat der TSV Althütte nämlich auch die komplette Platzpflege und Geländepflege übernommen. Unterstützt werden die Vereinsverantwortlichen dabei aber auch durch ihren Mähroboter (wir berichteten). Diesen „Mr. Mähbow“ bezeichnete der Bürgermeister als „Arbeiter, der die ganze Nacht durcharbeitet“. Bei der Arbeit des Vereins helfe aber auch ein pauschaler jährlicher Zuschuss der Gemeinde. Dem Platz wünschte Sczuka „viele tolle sportliche Begegnungen, die mit Respekt und Fairness ausgetragen werden“.