Fans von Taylor Swift

„Swifties“ eine Glaubensgemeinschaft? – Expertinnen sind überzeugt

Taylor Swifts Musik enthält viele religiöse Anspielungen und ihre Fans pflegen viele Rituale. Wissenschaftlerinnen haben nun die spirituelle Dimension im Kult um die US-Sängerin untersucht.

Die Fangemeinschaft um Taylor Swift hegt einige Rituale. (Archivbild)

© AFP/INA FASSBENDER

Die Fangemeinschaft um Taylor Swift hegt einige Rituale. (Archivbild)

Von red/kna

Der Hype um die Musikerin Taylor Swift ähnelt aus der Sicht von Theologinnen einem religiösen Kult. Linda Kreuzer und Eva Puschautz von der Universität Wien widmen sich in der aktuellen Folge des Podcasts „Diesseits von Eden“ den zahlreichen religiösen Anspielungen der Popsängerin. „Ob bewusst oder unbewusst - Swifts Musik regt zu theologischen Diskussionen an und zeigt, dass Popkultur weit mehr als nur Unterhaltung sein kann“, lautet ihr Resümee.

Beispielsweise nutze die Sängerin in ihrer Musik religiöse Bilder. Ihre Songtexte behandelten oft Themen wie Schuld, Vergebung und Erlösung - Motive, die tief in religiösen Traditionen verankert sind. „Es ist faszinierend, wie oft Taylor Swift in ihren Songs mit religiöser Sprache arbeitet, ohne explizit eine theologische Aussage treffen zu wollen“, so Bibelwissenschaftlerin Puschautz.

Sünde, Schuld und Vergebung

Besonders auffällig ist laut der Sozialethikerin Kreuzer, dass Swift oft Fragen von Sünde und moralischer Verantwortung verhandle. „Ihre Lieder laden zu Reflexionen über Schuld und Vergebung ein und sprechen damit etwas an, das tief in vielen religiösen Traditionen verankert ist“, so Kreuzer. Zudem engagiere sich die Sängerin für soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.

Insgesamt weise die Fangemeinde der Sängerin Parallelen zu religiösen Gemeinschaften auf. Die Forscherinnen sprechen von einer „kultartigen Gemeinschaft“. Ähnlich wie religiöse Zeremonien oder Pilgerfahrten böten Swifts Konzerte vielen Fans einen Raum für emotionale und gemeinschaftliche Erlebnisse. Dabei werde die Musikerin als eine spirituelle Führungspersönlichkeit wahrgenommen. Gemeinsame Rituale wie das Tauschen von Freundschaftsbändern seien ein fester Bestandteil im Leben der „Swifties“.

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Erstellt:
2. April 2025, 16:06 Uhr

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