Artikel auf boerse.de war nicht echt

Angebliches Bitcoin-Verbot war Aprilscherz

Gestern machte im Internet eine Meldung zu einem möglichen Bitcoin-Verbot die Runde. Dabei handelte es sich allerdings nur um einen Aprilscherz.

Der Bitcoin wird nicht verboten.

© Renhue / shutterstock.com

Der Bitcoin wird nicht verboten.

Von Lukas Böhl

Ein Blick auf die Google-Suchanfragen von gestern zeigt, dass das Thema „Bitcoin-Verbot“ die Menschen in Deutschland durchaus beschäftigt hat. Das Suchinteresse stieg laut den Daten von Google Trends am 01. April schlagartig an. Auslöser war ein Artikel auf boerse.de.

Bitcoin-Verbot war Aprilscherz

Der Artikel zum angeblichen Bitcoin-Verbot auf boerse.de meldete zunächst scheinbar dramatisch, dass Deutschland ein vollständiges Verbot von Bitcoin und anderen Kryptowährungen beschlossen habe – als Ergebnis der Koalitionsverhandlungen und aus Gründen des Klimaschutzes. Es wurde darin von interner Bestätigung durch einen Insider und Panik in den sozialen Medien berichtet.

Lediglich der Hinweis „Regierungssprecher waren heute, am 01. April, bislang für eine Stellungnahme nicht erreichbar“, mit fettgedrucktem Datum, deutete darauf hin, dass es sich um einen Aprilscherz handelte. Später ergänzte die Redaktion noch den Satz: „Für alle, die das bis hierhin geglaubt haben: Keine Sorge, es ist der 1. April. Und ja – dieser Hinweis ist nur für Sie ...“ und bestätigte damit, dass es sich um einen Aprilscherz handelte.

Worüber verhandeln Union und SPD wirklich?

Auch wenn derzeit kein Bitcoin-Verbot in Deutschland geplant ist, verhandeln Union und SPD dennoch über Kryptowährungen. In einem Verhandlungspapier mit dem Titel „AG 16 – Haushalt, Steuern, Finanzen“, das auf fragdenstaat.de veröffentlicht wurde, finden sich auch Punkte zum Thema digitale Währungen. Unter anderem wird darüber diskutiert, ob Gewinne aus Kryptowährungen künftig wie andere Kapitaleinkünfte zu behandeln und mit 30 Prozent zu besteuern sein sollen. Zudem sollen mögliche Regulierungslücken bei Kryptomärkten, dem Grauen Kapitalmarkt und Schattenbanken geprüft und geschlossen werden.

Die Verhandlungsparteien unterstützen laut dem Papier die Einführung eines digitalen Euros, der kostenlos nutzbar sein, die Privatsphäre schützen und Bargeld ergänzen soll. Zugleich wird die Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr betont: Bargeld und mindestens eine digitale Zahlungsoption sollen grundsätzlich angeboten werden.

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Erstellt:
2. April 2025, 07:20 Uhr

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