Trump kündigt Strafzölle auf Auto-Importe an
Automobilindustrie: US-Zölle „fatales Signal für freien und regelbasierten Handel“
Nachdem US-Präsident Donald Trump Strafzölle auf Auto-Importe aus dem Ausland angekündigt hat, reagiert der Verband der Deutschen Autoindustrie (VDA).

© Lichtgut/Leif Piechowski/Leif Piechowski
VDA-Präsidentin Hildegard Müller bezeichnete Trumps Ankündigung als „fatales Signal für den freien und regelbasierten Handel“.
Von red/AFP
Der Verband der Deutschen Autoindustrie (VDA) hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle auf Auto-Importe scharf kritisiert. Die Zölle seien ein „fatales Signal für den freien und regelbasierten Handel“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller der „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe). Die Zölle seien eine „erhebliche Belastung sowohl für die Unternehmen als auch die eng verwobenen globalen Lieferketten der Automobilindustrie - mit negativen Folgen vor allem für die Verbraucherinnen und Verbraucher – auch in Nordamerika“.
Die zusätzlichen Zölle würden auch die US-Wirtschaft direkt treffen, mahnte Müller. Die Konsequenzen daraus würden Wachstum und Wohlstand „auf allen Seiten kosten“. Die bisherige Zollpolitik des US-Präsidenten sei daher vor allem auch in der US-Industrie auf deutliche Kritik gestoßen. „Fakt ist aber auch: Zusätzliche Zölle haben zudem erhebliche negative Auswirkungen auf die Exporte aus der EU in die USA.“
VDA fordert umgehende Verhandlungen
Der VDA fordert nach der Zoll-Ankündigung umgehende Verhandlungen zwischen den USA und der EU über ein bilaterales Abkommen. „Dieses würde ein Forum für die Erörterung der verschiedenen tarifären und nichttarifären Hemmnisse für Automobilprodukte bieten und könnte zu einem ausgewogeneren Vorgehen führen“, sagte Müller. Auch seien Gespräche über gesetzliche Regelungen, Normen und Zertifizierungen wünschenswert. Dies würde für beide Seiten des Atlantik Vorteile bringen und die Effizienz auf beiden Seiten erhöhen.
Trump hatte zuvor Strafzölle von 25 Prozent auf Auto-Importe aus dem Ausland angekündigt. Die Zölle sollten für alle Autos gelten, die nicht in den USA produziert worden seien, sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus. Sie sollen demnach am 2. April in Kraft treten.