Bauer über die Hochschule für Jüdische Studien

dpa/lsw Heidelberg. Dass es in Heidelberg die Hochschule für Jüdische Studien gibt, ist nach Worten von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) keineswegs selbstverständlich. Der Namensgeber der Universität Heidelberg, Ruprecht der Erste (1319-1390), habe die jüdischen Bürger Heidelbergs und ihre Gemeinde enteignet, um Raum für eine Universität zu schaffen. Die ersten Vorlesungen fanden im ehemaligen Betsaal der Jüdischen Gemeinde statt.

Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv

Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv

Um so erfreulicher sei, dass es beim aktuellen Jubiläum umgekehrt sei: Die Hochschule für Jüdische Studien feiere im größten Saal der Universität ihr Jubiläum und das 200-jährige Bestehen der jüdischen Studien als Disziplin. Sie sei mit der Ruperta Carola eine „intellektuelle Symbiose“ eingegangen - viele Studenten der Hochschule für Jüdische Studien belegen Fächer der Universität und umgekehrt.

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Erstellt:
17. Juni 2019, 20:20 Uhr

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