Baustelle – für mehr als zwei Jahre Engstellen
Für rund 6,5 Millionen Euro wird die Kappelbergstraße, die wichtige Verbindung zwischen Untertürkheim, Luginsland und Fellbach saniert.

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Die Gehwege sind an der Kappelbergstraße teilweise kaum vorhanden.
Von Alexander Müller
Stuttgart - „Es ist mit großen Einschränkungen im Ort verbunden“, ist sich Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel sicher. Gemeint ist die geplante Sanierung der Kappelbergstraße in Untertürkheim. Ab Herbst soll nun die wichtige Verbindung zwischen dem Ortskern mit dem Stadtteil Luginsland und Fellbach für rund 6,5 Millionen Euro saniert werden. Neben den zwingend notwendigen Kanalarbeiten sollen auch eine neue Ampelanlage, Überwege und behindertengerechte Bushaltestellen entstehen. Die geplante Bauzeit: rund zweieinhalb Jahre.
Mehr als 8000 Fahrzeuge – Lastwagen, Busse und Autos – rollen täglich über die Kappelbergstraße. Entsprechend groß ist auch die Belastung. Seit Jahren ist daher eine Sanierung des Straßenbelags vorgesehen. Bisher wurde die Maßnahme jedoch immer wieder verschoben. Bis jetzt. Nun kommt es aber gebündelt.
Neben den „Abwasserkanälen werden zeitgleich auch neue Wasser- und Gasleitungen verlegt“, erklärt Alma Osmanagic, die zuständige Bereichsleiterin des Tiefbauamts. Betroffen ist neben der Kappelbergstraße das gesamte Wohngebiet rund um die Fellbacher, Margareten-, Hettich- und Hangstraße sowie der Munkweg und die Straße im Hag. Insofern bleibt die Hauptverbindung zwischen dem Ortskern Untertürkheim sowie Luginsland und Fellbach nicht über die gesamte Bauzeit gesperrt. Osmanagic rechnet aber mit rund einem halben Jahr.
Neben der reinen Kanalsanierung ist die Modernisierung der Ampelanlage zur Großglocknerstraße geplant. Entstehen sollen auch zwei neue Überwege auf Höhe der katholischen Kirche St. Johannes sowie der Bushaltestellen „Im Hag“, die barrierefrei umgestaltet werden. Wenn möglich wolle man auch die teils sehr schmalen Gehwege etwas verbreitern. „Es handelt sich aber nicht um eine Umgestaltung der Straße“, betont Osmanagic.
Und genau das ist das Problem für die Grünen-Fraktion im Gemeinderat. Sie fordern zu prüfen, ob im Zuge der Maßnahme auch nicht gleich eine generelle Umgestaltung der Kappelbergstraße möglich sei. Verbesserungen sollen vor allem für Fußgänger und Radfahrer entstehen, zum Zwecke des Lärmschutzes und der Verkehrssicherheit zudem Tempo 30 eingeführt werden. Ein Wunsch, der in Untertürkheim bereits seit Langem gehegt wird und für den sich auch eine Bürgerinitiative gegründet hat. Schließlich gilt die steile Hauptstraße als Unfallschwerpunkt.