Trumps Dekrete

Bericht: US-Tochter der Telekom gibt Diversitäts-Initiativen weitgehend auf

Laut Medienberichten hat sich die US-Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, zur weitgehenden Aufgabe von Initiativen für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion verpflichtet.

T-Mobile: US-Tochter der Deutschen Telekom (Symbolbild)

© AFP/JOHN MACDOUGALL

T-Mobile: US-Tochter der Deutschen Telekom (Symbolbild)

Von red/AFP

Die US-Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, hat sich einem Medienbericht zufolge in einem Brief an die US-Telekom-Regulierungsbehörde FCC zur weitgehenden Aufgabe von Initiativen für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) verpflichtet. In dem zweiseitigen Schreiben an Behördenchef Brendan Carr führe das Unternehmen unter anderem an, dass spezifische Ziele in dem Bereich aufgegeben und zwei Beiräte zu dem Thema aufgelöst worden seien, berichtete die „Welt am Sonntag“. Der Zeitung liegt der Brief nach eigenen Angaben vor.

Ein Sprecher des Mutterkonzerns sagte, die Deutsche Telekom bleibe ihren Werten verpflichtet „und stellt gleichzeitig die vollständige Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben in Europa und den USA sicher“.

Am Tag nach dem Schreiben habe die von Carr geführte FCC die von T-Mobile angestrebte Übernahme des Kabelnetzbetreibers Lumos genehmigt, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Dokumente der Behörde. Der Vertraute von US-Präsident Donald Trump habe zuvor angekündigt, dass die FCC keine Fusionen und Übernahmen von Unternehmen genehmigen werde, die „noch immer unlautere Formen der DEI-Diskriminierung fördern“.

Reaktion auf Dekret des US-Präsidenten

US-Präsident Donald Trump hatte im Januar ein Dekret unterzeichnet, das US-Bundesbehörden den Einsatz von DEI-Programmen verbietet. In Schreiben fordern die US-Botschaften in Deutschland und weiteren Staaten sowie US-Behörden derzeit Vertragspartnerinnen und Vertragspartner von US-Institutionen sowie Empfängerinnen und Empfänger von US-Fördermitteln auf, sich von „DEI“-Programmen zu distanzieren. Auch deutsche Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen werden unter anderem durch das Versenden von Fragebögen unter Druck gesetzt, verbunden mit der Androhung wirtschaftlicher Konsequenzen, wenn sie diesem nicht nachgeben.

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Erstellt:
5. April 2025, 08:54 Uhr

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