Bischof Fürst für Aufnahme von Klimaflüchtlingen
dpa/lsw Rottenburg. Der katholische Bischof Gebhard Fürst hat sich für die Aufnahme von Klimaflüchtlingen ausgesprochen. Die Vereinten Nationen (Uno) müssten hierfür die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, sagte der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart am Freitag. Die westlichen Wirtschafts- und Industrienationen und damit die Mitgliedsstaaten der Uno seien für die Erderwärmung und für Klima-Migration hauptsächlich verantwortlich. „Sie sollten denjenigen eine Heimat geben, deren Erde verbrennt oder deren Länder fortgespült werden“, sagt der Bischof. Diese seien derzeit keine Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention, sie hätten daher auch keinen Anspruch auf Asyl in Deutschland. Dies müsse sich ändern.

Bischof Gebhard Fürst. Foto: Felix Kästle/Archivbild
Vorsichtige Berechnungen gingen von rund 2,2 Millionen Klimaflüchtlingen im vergangenen Jahr aus, sagte Fürst. Laut Weltbank steige ihre Zahl bis zum Jahr 2050 auf mehr als 140 Millionen. Die meisten kämen demnach aus Afrika, Südasien und Lateinamerika.