Brutaler Angriff auf Mann: Gericht stellt Verfahren ein
dpa/lsw Heidelberg. Im Prozess um einen brutalen Angriff auf einen zur Tatzeit 36-Jährigen in Heidelberg hat das Landgericht Heidelberg für vier von acht Angeklagten das Verfahren eingestellt. Wie das Gericht am Dienstag mitteilte, war der Grund in zwei Fällen Geringfügigkeit. Die beiden jungen Männer hätten sich nicht an der Attacke beteiligt, sondern nur zugeschaut, wie die anderen auf den Kopf des am Boden liegenden Mannes eintraten, und keine Hilfe geleistet. Dasselbe hatte die Hauptverhandlung bei zwei weiteren Angeklagten ergeben.

Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/Archivbild
Das Opfer war nach einem Streit aus nichtigem Anlass im Sommer vorigen Jahres von den Männern verfolgt worden und dabei zu Boden gestürzt. Der Mann wurde mit Fußtritten auf den Kopf so traktiert, dass er fast gestorben wäre. Er tritt als Nebenkläger auf.
An diesem Freitag wird die Hauptverhandlung gegen die verbliebenen vier Angeklagten fortgesetzt. Zunächst werden die Verteidiger plädieren. Die Urteilsverkündigung wird danach erwartet. Die Staatsanwaltschaft hatte für den aus ihrer Sicht hauptsächlich schuldigen Täter eine Jugendstrafe von sechs Jahren beantragt sowie vier Jahre und zehn Monate für einen weiteren Beteiligten. Zwei andere junge Männer sollen nach dem Willen der Staatsanwaltschaft jeweils zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.