Deutscher Kochbuchpreis 2022
Das sind die besten Kochbücher des Jahres
Die besten deutschsprachigen Kochbücher werden jedes Jahr in Hamburg ausgezeichnet. Unter den Preisträgern in diesem Jahr sind neben vielen bekannten Namen auch zwei Personen aus Baden-Württemberg.

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Kochbücher können als Inspiration für eigene Kreationen dienen.
Von Philip Kearney
Seit 2020 veranstaltet das Kochbuchportal „Kaisergranat“ jedes Jahr den Deutschen Kochbuchpreis. Bei der Preisverleihung werden die besten deutschsprachigen Kochbücher der vergangenen zwölf Monate ausgezeichnet. Nominiert sind alle Bücher, die zu den fünf bestbewerteten Werken eines der über 20 Themenbereiche des Kochbuchportals gehören. In diesem Jahr standen rund 100 Kochbücher zur Auswahl. Aus diesen wählte eine 35-köpfige Jury aus Kulinarikexperten am Mittwoch bei einer feierlichen Gala im Foodlab Hamburg die besten Bücher aus.
Unter den Gewinnern waren neben einem Sternekoch und einem Lebensmittelphysiker aus Baden-Württemberg auch mehrere internationale Stars der Kochszene wie der Brite Jamie Oliver. Für den deutschen TV-Koch Steffen Henssler reichte es mit seinem Buch „Hensslers schnelle Nummer 2“ hingegen nur für einen zweiten Platz in der Kategorie „Einfach und Schnell“. Die Kochbücher der wichtigsten Preisträger des Deutschen Kochbuchpreises 2022 im Überblick (siehe Bildergalerie).

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Egal ob Flädlesuppe, Spätzle oder Maultaschen. Die schwäbische Küche hat einige Klassiker zu bieten. Wie diese und weitere leckere Gerichte noch besser schmecken, verrät der Sternekoch Andreas Widmann aus Königsbronn in seinem Kochbuch „Natürlich Schwäbisch“. Dieses wurde beim Deutschen Kochbuchpreis 2022 zum besten Kochbuch in der Kategorie „Deutsche Küche“ gewählt. Widmann war aber nicht der einzige Schwabe, der sich bei der Preisverleihung über einen ersten Platz freuen durfte.

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Denn auch Thomas Vilgis aus Oberkochen sicherte sich einen Preis – und zwar den für das beste Lebenswerk. Der Lebensmittelphysiker verbindet in seinen Kochbüchern Wissenschaft und Kulinarik miteinander. Stevan Paul, Preisträger des Deutschen Kochbuchpreises 2021, würdigte Vilgis in seiner Laudatio als „Wanderer und Mittler zwischen den untrennbaren Disziplinen Kulinarik und Wissenschaft.“

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Unter den Preisträgern in diesem Jahr war auch der britische Star-Koch Jamie Oliver. Der 47-Jährige siegte in der Rubrik „Einfach und Schnell“ mit seinem Buch „One“. In diesem stellt „Der nackte Koch“ Rezepte vor, die sich in nur einem Topf kochen lassen. Der Starkoch verspricht, dass die Hälfte der Rezepte pro Person höchstens 2,50 Euro kosten.

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Der Preis für das beste Kochbuch in der Rubrik „International“ ging mit Yotam Ottolenghi ebenfalls nach Großbritannien. In seinem Werk „Ottolenghi Test Kitchen – Extra good things“ zeigt der Kochbuchautor, wie sich ein gutes Essen mit wenigen Kniffen in eine großartige Mahlzeit verwandeln lässt. Dabei spielt er mit Schärfe, Säure und Süße, die ihre Einflüsse aus Europa und Asien haben.

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Die Rubrik „Asien“ entschied in diesem Jahr der deutsch-japanische Sternekoch Tohru Nakamura mit seinem Kochbuch „Tohrus Japan“ für sich. In diesem verarbeitet der Koch des Jahres 2020 japanische Aromen in 60 mehrheitlich asiatisch, europäisch und deutsch inspirierte Gerichte. Beispiele sind Langustensuppe mit Kürbis und Shiitake sowie Thunfisch mit Bohnen.

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Den Preis für das beste Newcomer-Kochbuch erhielten die Schriftstellerin Mercedes Lauenstein und der Fotograf Juri Gottschall für ihr Buch „Splendido“. Die Herausgeber des Preises lobten das ästhetische Erstlingswerk als „eine Ode an die einfache, schlichte italienische Küche.“

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Die Rubrik „Brot“ ging zum dritten Mal in Folge an den „Brotpapst“ Lutz Geißler, der seinem Spitznamen einmal mehr gerecht wurde. Sein Werk „Süße Brote“ enthält unter anderem Rezepte für Brioche, Butterzopf und Buchteln.

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Den Publikumspreis räumte in diesem Jahr die Konditormeisterin Rosa Roderigo vom Instagram- und Tiktok-Kanal „Rosa kocht grün“ mit ihrem Erstlingswerk „Rosa kocht vegan“ ab. In ihrem Kochbuch stellt sie 80 einfache und schnelle Rezepte aus der veganen Küche vor.