Einsatz fürs Gemeinwohl gewürdigt

Erster Backnanger Blaulichttag im Biegel – OB Nopper übergibt „Backnanger Stadtturm“ an verdiente ehrenamtliche Helfer

Zum ersten Mal fand in Backnang der Blaulichttag statt. Ehrenamtliche Helfer der Organisationen freiwillige Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz und Deutsche Lebensrettungsgesellschaft wurden dabei geehrt. Bei der Feier am Samstag im Biegel wurden die Auszeichnungen übergeben, und die Organisationen stellten ihre Fahrzeuge und ihre Arbeit vor.

Ehrung verdienter Rettungskräfte (von links): Andreas Härdtner (Feuerwehr), Gerd Hinderer (Feuerwehr), Inge Kubitza (DRK), Manfred Braun (Feuerwehr), Anna Hamsa (DRK), Barbara Schulz (DRK), Werner Wildermuth (THW), Elfriede Kühne (DRK), Gunnar Wildermuth (THW), Thomas Frey (DLRG), Markus Mulfinger (DRK) und Uwe Henne (THW) mit Oberbürgermeister Frank Nopper. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Ehrung verdienter Rettungskräfte (von links): Andreas Härdtner (Feuerwehr), Gerd Hinderer (Feuerwehr), Inge Kubitza (DRK), Manfred Braun (Feuerwehr), Anna Hamsa (DRK), Barbara Schulz (DRK), Werner Wildermuth (THW), Elfriede Kühne (DRK), Gunnar Wildermuth (THW), Thomas Frey (DLRG), Markus Mulfinger (DRK) und Uwe Henne (THW) mit Oberbürgermeister Frank Nopper. Foto: J. Fiedler

Von Claudia Ackermann

BACKNANG. „Zum Dank und als Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements von Bürgern für das Gemeinwohl und die Belange der Stadt“ überreichte Oberbürgermeister Frank Nopper die Auszeichnung „Backnanger Stadtturm“. Gemeinsam mit den am Donnerstag wiedergewählten ehrenamtlichen Stellvertretern, Ute Ulfert und Heinz Franke, übergab der OB Urkunden, Ehrennadeln und Blumen für die 13 Geehrten.

Manfred Braun: Über 26 Jahre lang bis 1994 war der gebürtige Backnanger aktiver Feuerwehrmann. Er war Maschinist, Zugkassier, zehn Jahre lang Ausbilder bei der Jugendfeuerwehr und über 13 Jahre hinweg Zugführer des 2. Zuges. „Über 30 Jahre hinweg hat er beim Tag der offenen Tür der freiwilligen Feuerwehr den besten Erbseneintopf weit und breit zelebriert“, fügte der OB hinzu.

Thomas Frey: Im Alter von 16 Jahren kam er 1981 zur DLRG-Ortsgruppe, als deren Vorsitzender er seit 2008 amtiert. Seit mehr als 35 Jahren ist er Rettungsschwimmer in den Rettungswachen der Freibäder in Backnang und Oppenweiler und seit 1989 Einsatztaucher in allen Gewässern des Rems-Murr-Kreises. „Wasser ist sein Element und retten ist sein Element“, sagte Nopper.

Anna Hamsa: Seit 1972 ist die gebürtige Unterweissacherin, die meist nur Anni genannt wird, unermüdlich für den Backnanger Ortsverein des Roten Kreuzes aktiv: am DRK-Kaffeestand beim Backnanger Straßenfest, beim Austragen von Kleidersäcken für Altkleidersammlungen und bei der Verpflegung von Blutspendern. Nopper fügte an, dass sie vielleicht sogar für den einen oder anderen die Motivation sei, überhaupt zum Blutspenden zu kommen.

Andreas Härdtner: Der 1966 Geborene ist seit 35 Jahren ein bewährter Feuerwehrmann – zunächst in Steinbach und ab 1991 in Backnang-Stadt, wo er Gruppenführer wurde. Von 2002 bis 2015 war er außerdem das Backnanger Sandmännle, dessen Auftritt den Abschluss des Laternenumzugs der freiwilligen Feuerwehr darstellt. Zudem ist er Gründervater des Backnanger Feuerwehrchors.

Uwe Henne: Er gehört seit 20 Jahren zum Rückgrat des THW Backnang, zunächst als Mitglied des Vorstands und seit 2010 auch als Vorsitzender der örtlichen THW-Helfervereinigung. Er war in den verschiedensten THW-Führungsfunktionen als Gruppen- und Zugtruppführer aktiv. Derzeit ist er Truppführer für den Mobilen Hochwasserpegel.

Gerd Hinderer: Sein Name sei vor allem mit zwei Großtaten verbunden, so der OB: Zum einen mit dem Aufbau der Jugendfeuerwehr und zum anderen mit der Gründung des Maultaschenfests in der Abteilung Waldrems. Er ist einer der Gründerväter der Waldremser Jugendfeuerwehr. Besonders hat er sich bei den Jugendfeuerwehr-Zeltlagern auf Orts-, Kreis- und Landesebene engagiert.

Ingeborg Kubitza: Sie gehört seit 47 Jahren zur DRK-Bereitschaft Backnang. Über 15 Jahre hinweg war sie in der Bereitschaftsleitung. Viele Jahre hat sie auf dem Backnanger Straßenfest die DRK-Kaffeelaube betreut. In diesen Jahren habe sie an jedem Wochenende eigenhändig 30 Kuchen gebacken, weiß Nopper. 1991 übernahm sie die Leitung des DRK-Blutspenderteams.

Elfriede Kühne: Die langjährige Mitarbeiterin beim DRK, die viele nur Elfi nennen, ist über das DRK-Hauptamt zum Ehrenamt gekommen. Nach ihrer Tätigkeit beim Landesverband Baden-Württemberg ist sie seit ihrem Eintritt in den Ruhestand 2014 ehrenamtlich aktiv. Sie wurde stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins. Unter anderem hat sie die Erste-Hilfe-Ausbildung revitalisiert und die Teilnehmerzahl enorm gesteigert.

Barbara Schulz: Die gebürtige Hamburgerin kam Anfang der 1990er-Jahre nach Backnang und machte eine Ausbildung zur Altenpflegerin im Alten- und Pflegeheim Staigacker. Nachdem sie zum DRK kam, ließ sie sich zur Sanitätshelferin ausbilden. 2001 wurde sie stellvertretende Bereitschaftsleiterin und leitete von 2005 bis 2017 die Backnanger DRKBereitschaft.

Markus Mulfinger: Im Jahr 1994 kam er zur DLRG und war von 2007 bis 2008 der stellvertretende Vorsitzende der Backnanger Ortsgruppe. Seit sieben Jahren ist er stellvertretender Vorsitzender des DLRG-Bezirks Rems-Murr und seit zwei Jahren kommissarischer technischer Leiter der Ortsgruppe Backnang und des Bezirks Rems-Murr.

Gunnar Wildermuth: Seit 39 Jahren gehört er dem THW-Ortsverband Backnang an. Er ist dort seit 2001 Ausbildungsbeauftragter, führt die Grundausbildung durch und koordiniert die Fachausbildung. Beim Ortsverband hatte er schon die verschiedensten Funktionen inne, wie etwa IT-Betreuer oder Bereichsausbilder Atemschutz.

Werner Wildermuth: Als „das Backnanger THW-Urgestein“ bezeichnete OB Nopper den gebürtigen Stuttgarter, der in den Kriegswirren 1944 nach Backnang kam. Er war im Jahr 1961 Gründungsmitglied des THW-Ortsverbands. 1965 wurde er der jüngste Ortsbeauftragte eines Ortsverbands in ganz Baden-Württemberg und blieb bis 1985 in dieser Funktion.

Nicht anwesend war Harry Klenk, der seit über 35 Jahren aktiver Feuerwehrmann der Abteilung Schöntal ist. Die persönliche Ehrung wird nachgeholt. Im Anschluss konnten die Besucher die Einsatzfahrzeuge besichtigen und sich über die ehrenamtliche Arbeit informieren. Für Kinder standen Rundfahrten mit den Fahrzeugen auf dem Programm.

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Erstellt:
22. Juli 2019, 16:00 Uhr

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