Sturmtief über Hellas
Griechische Inseln melden Land unter
Ausnahmezustand auf einigen griechischen Inseln: Autos werden weggespült, Fähren können nicht anlegen, Menschen sind von der Außenwelt abgeschlossen. In der Ägäis sorgen Starkregen und Gewitter für Probleme.

© AP/Stathis Roussos/dpa
Ein von einer Drohne aufgenommenes Luftbild zeigt den Hafen von Naousa nach einem starken Sturm, der auf der Ägäisinsel Paros zu großflächigen Überschwemmungen geführt hat.
Von Markus Brauer/dpa
Starke Unwetter in Griechenland haben auf zahlreichen Inseln in der Ägäis zu Überschwemmungen geführt. Unter anderem auf Mykonos, Paros und Chios wurde vorübergehend der Autoverkehr verboten, weil Straßen überflutet waren. Schulen bleiben bis auf weiteres geschlossen, wie die Zeitung „Kathimerini“ berichtete. Verletzte hat es den Berichten zufolge bislang nicht gegeben.
Paros, Chioas, Syros, Euböa
Auf der Insel Paros verursachte der Starkregen Steinrutsche und überschwemmte Straßen. Zwei Menschen saßen wegen der Wassermassen in ihrem Auto fest und mussten gerettet werden, andere konnten ihre Häuser nicht verlassen. Vielerorts fiel auch Hagel. Zudem herrschte stürmischer Wind.
Beim Versuch, in Chios anzulegen, rissen die Taue einer Fähre die Poller vom Kai, berichtete die Zeitung „To Proto Thema“. Das Schiff habe nicht anlegen können.
Vielerorts hat es auch gehagelt. Davon betroffen war etwa die Kykladen-Insel Syros, Teile Mittelgriechenlands als auch die Nationalstraße zwischen Korinth und Tripolis auf der Peloponnes. In Teilen Euböas fiel die Stromversorgung aus.
Mykonos, Thassos
Auf Mykonos sind innerhalb weniger Stunden 71,6 Millimeter Regenwasser gefallen. 65 Millimeter davon wurden allein in zwei Stunden am Montagnachmittag registriert worden. Auf Thassos im Norden der Ägäis gingen 54 Millimeter Regen nieder.
Tilos, Symi, Kos, Rhodos
Aus Sicherheitsgründen bleiben am Dienstag die Schulen auf den Inseln Paros, Tilos, Symi, Kos und Rhodos geschlossen. Bis Mittwoch (2. April) soll sich das Schlechtwetter auch in anderen Landesteilen ausbreiten.
Athen, Attika
In Griechenland bleibt das Wetter unbeständig und gefährlich. Die Region Attika und der Hauptstadt Athen stehen unter einer aktiven Wetterwarnung. Bis einschließlich Freitag (4. April) rechnen Meteorologen mit wiederholten Gewittern und großen Niederschlagsmengen innerhalb von zwölf Stunden. Da die Böden nach den Regenfällen der vergangenen Tage gesättigt sind , ist die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen erhöht.