Haus beschossen: Verdacht des versuchten Mordes
dpa/lsw Pforzheim. Nach dem Beschuss eines Hauses in Pforzheim ist ein 66-Jähriger wegen des Verdachts des versuchten Mordes festgenommen worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten, wird dem Mann vorgeworfen, am 19. November in Richtung eines 37-Jährigen mindestens zwei Schüsse abgegeben zu haben. Der jüngere Mann wurde nicht verletzt.

Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße. Foto: Carsten Rehder/dpa/Illustration
Er hatte die Außenwand einer Erdgeschosswohnung renoviert, als plötzlich neben ihm die Glasscheibe eines Fensters und kurz darauf das Glas der Terrassentür splitterte. Der 37-Jährige ging zunächst von einem Jugendstreich aus. In der Wohnung fand er aber später zwei Projektile. Er erstattete daraufhin Anzeige.
Nach Ermittlungen und Zeugenbefragungen kam die Polizei auf den Verdächtigen. Bei der Durchsuchung seines Hauses fanden die Beamten unter anderem Schusswaffen. „Ob sich darunter auch die gesuchte Tatwaffe befindet, bedarf weiterer Untersuchungen“, hieß es. Der festgenommene Deutsche bestreite die Tat. Er wurde am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt, welcher den Haftbefehl in Vollzug setzte. Das Motiv der Tat liegt noch völlig im Dunkeln. Unklar war zunächst auch, ob der Mann legal die Waffen besitzt.