Tarifrunde im Kfz-Handwerk

IG Metall fordert im Kfz-Handwerk 6,5 Prozent mehr Geld

Die IG Metall geht mit klaren Forderungen in die Tarifrunde und hat diese plakativ dem Arbeitgeberverband des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg überreicht. Erster Verhandlungstermin ist der 25. März.

Reifenwechsel in einer Kfz-Werkstatt. In der Branche stehen Tarifverhandlungen an.

© dpa/Pia Bayer

Reifenwechsel in einer Kfz-Werkstatt. In der Branche stehen Tarifverhandlungen an.

Von Imelda Flaig

Wie es um den Betriebsfrieden in den Kfz-Werkstätten und Autohäusern bestellt ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Die Tarifverhandlungen im baden-württembergischen Kfz-Handwerk starten am 25. März. Die IG Metall fordert 6,5 Porzent mehr Geld für die Beschäftigten, Auszubildende sollen mit 170 Euro überproportional höhere Vergütungen erhalten.

In einer symbolischen Aktion haben Betriebsräte des Kfz-Handwerks aus der Region Stuttgart die Forderungen diese Woche dem Arbeitgeberverband des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg überreicht. Laut einer Befragung der IG Metall unter bundesweit 12 000 Beschäftigten schätzen 70 Prozent die wirtschaftliche Lage der Betriebe als gut bis sehr gut ein, gleichzeitig bewerten sie die Belastung als sehr hoch. Man dürfe nicht zulassen, dass Fachkräfte in andere Branchen abwanderten, um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu erhalten, heißt es.

Die Friedenspflicht endet am 31. März. Ab dem 1. April sind Warnstreiks im Kfz-Handwerk möglich. Die Tarifverhandlungen werden regional von den Bezirken der IG Metall geführt. Bundesweit arbeiten im Kfz-Handwerk 430 000 Beschäftigte, in Baden-Württemberg rund 58 000. Von einem neuen Tarifvertrag würden laut IG Metall bundesweit 91 000 Beschäftigte direkt profitieren.

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Erstellt:
19. März 2025, 12:26 Uhr
Aktualisiert:
19. März 2025, 12:35 Uhr

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