Down Under unter Wasser

Jahrhundertflut im australischen Bundesstaat Queensland

Eine Fläche von der Größe Schwedens steht in Australien unter Wasser. Dabei ist das Outback eigentlich eher trocken. Die Flut bricht Rekorde - und es soll noch mehr Regen kommen.

Ein am Dienstag (1. April) aufgenommener Screenshot der Überschwemmungen in der Gemeinde Thargomindah, Queensland.

© BULLOO SHIRE COUNCIL/AAP/Daniel Roy/dpa

Ein am Dienstag (1. April) aufgenommener Screenshot der Überschwemmungen in der Gemeinde Thargomindah, Queensland.

Von Markus Brauer/dpa

Bei den schlimmsten Überschwemmungen seit 50 Jahren steht im australischen Bundesstaat Queensland ein riesiges Gebiet im Outback unter Wasser. Die Regionalregierung teilte mit, die betroffene Region sei mittlerweile zweimal so groß wie der australische Bundesstaat Victoria. Das sind rund 450.000 Quadratkilometer und entspricht in etwa der Größe Schwedens.

A Blackall man has been rescued from the roof of his car after he was swept off a highway in an outback flood emergency. Authorities are working to fly in more food and fuel as properties and towns wait for water to recede. https://t.co/VZ3A1cHvFd@rosannakingsun#7NEWSpic.twitter.com/rw3T9urtCT — 7NEWS Queensland (@7NewsBrisbane) April 2, 2025

„Lebensgrundlage, die vor der Nase weggespült wurde“

Nach Angaben von Queenslands Landwirtschaftsminister Tony Perrett kamen in den Fluten mindestens 100.000 Nutztiere ums Leben oder wurden von den Fluten mitgerissen. Für Farmer und die Agrarindustrie sei dies ein enormer Verlust.

„Die Zahlen werden voraussichtlich noch weiter steigen. Das ist in vielen Fällen ihre Lebensgrundlage, die ihnen vor der Nase weggespült wurde“, sagt der Minister.

Vorausgegangen waren extrem heftige Regenfälle. Viele Flüsse traten über die Ufer. Das Hochwasser sei schlimmer als eine verheerende Flut im Jahr 1974, berichteten örtliche Medien. Besonders schlimm betroffen war der Ort Thargomindah, etwa 1100 Kilometer westlich von Brisbane.

Zahlreiche Häuser und die Straßen stehen völlig unter Wasser. Mehr als 200 Anwohner hätten sich in der Nacht am örtlichen Flughafen in Sicherheit gebracht, berichtete die Nachrichtenagentur AAP. Viele Betroffene hätten in ihren Autos oder in Campervans geschlafen.

„Das Ausmaß der Verwüstung ist unfassbar“, zitiert AAP Queenslands Premierminister David Crisafulli. Meteorologen sagen zudem weitere Regenfälle voraus, sodass die Wassermassen noch steigen könnten.

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Erstellt:
2. April 2025, 13:42 Uhr
Aktualisiert:
2. April 2025, 14:07 Uhr

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