Kretschmann: Palmer tut den Grünen gut
dpa/lsw Berlin/Stuttgart. Der parteiintern umstrittene Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer tut den Grünen aus Sicht von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (beide Grüne) gut. „Jede Partei braucht Querköpfe, die gegen den Strich bürsten und den ganzen Laden mal aufmischen“, sagte Kretschmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Online Sonntag). Eine große Partei wie die Grünen müsse Mitstreiter wie Boris Palmer aushalten. Zuletzt war dieser wegen seiner Kritik an einer aus seiner Sicht unausgewogenen Werbekampagne der Bahn in die Schusslinie seiner Parteifreunde geraten. Ihm war Rassismus vorgeworfen und der Parteiwechsel geraten worden.

Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), Oberbürgermeister der Stadt Tübingen. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild
Kretschmann lobte auch die Tübinger Wohnungsbaupolitik. Demnach soll derjenige, der sein Grundstück in Baugebieten nicht baut, dieses an die Stadt verkaufen. Ansonsten droht Enteignung.