Löhne und Gehälter im Südwesten weiter über Durchschnitt
dpa/lsw Berlin/Stuttgart. Beschäftigte in Baden-Württemberg haben auch 2018 wieder deutlich mehr Geld verdient als der bundesweite Durchschnitt - und auch etwas mehr gearbeitet. Die Löhne und Gehälter lagen im Schnitt bei 37 818 Euro brutto, für ganz Deutschland waren es 35 229 Euro. Das ergeben Daten der Statistischen Ämter von Bund und Ländern, die die Linke-Bundestagsfraktion ausgewertet hat. Im Ländervergleich lag Baden-Württemberg damit hinter Hamburg und Hessen auf dem dritten Platz. Die niedrigsten Löhne und Gehälter gab es in Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 28 520 Euro.
Die Zahl der im Schnitt von jedem Arbeitnehmer geleisteten Arbeitsstunden lag weniger deutlich über dem Durchschnitt. 1314 waren es im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg, 1305 bundesweit. Am längsten wurde in Sachsen-Anhalt mit 1373 Stunden gearbeitet, die wenigsten Stunden wurden im Saarland gezählt: 1269.
Bundesweit betrachtet arbeiten Beschäftigte in Ostdeutschland noch immer länger als im Westen - und verdienen weniger. Im vergangenen Jahr kamen Arbeitnehmer in den alten Bundesländern im Schnitt auf 1295 Arbeitsstunden. Im Osten mit Berlin waren es 1351 Stunden und damit 56 mehr. Zugleich lagen die Jahres-Bruttolöhne je Arbeitnehmer im Westen mit 36 088 Euro um knapp 4900 Euro höher als in den neuen Ländern mit 31 242 Euro.