Öffentlicher Nahverkehr

Schlichtung im Berliner Nahverkehr - Zwei Wochen ohne Streik

Die Stimmung zwischen Verdi und der BVG war zuletzt frostig. Nun sollen Schlichter eine Lösung in dem Tarifkonflikt finden. Können zwei ehemalige Ministerpräsidenten einen Mega-Streik verhindern?

Finden BVG und Verdi in einer Schlichtung zueinander?

© Michael Ukas/dpa

Finden BVG und Verdi in einer Schlichtung zueinander?

Von dpa

Berlin (dpa/bb) - Im festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und Verdi sollen externe Schlichter eine Lösung finden. Die Gespräche beginnen am morgigen Freitag und enden am 10. April, wie beide Seiten mitteilten. In der Zeit sind Streiks bei den Berliner Verkehrsbetrieben ausgeschlossen.

Für die BVG geht Brandenburgs früherer Ministerpräsident Matthias Platzeck als Schlichter in die Gespräche. Für Verdi schlichtet Thüringens ehemaliger Regierungschef Bodo Ramelow. 

Verdi hatte die Tarifverhandlungen mit dem kommunalen Verkehrsunternehmen für rund 16.000 Beschäftigte am vergangenen Freitag nach der sechsten Runde für gescheitert erklärt und zum nächsten Warnstreik in dieser Woche aufgerufen. Die BVG hatte daraufhin die Schlichtung vorgeschlagen. Nun gibt es eine Vereinbarung über die Modalitäten dieser Gespräche.

Dennoch hat Verdi am Mittwoch unter den eigenen Mitgliedern eine Urabstimmung über unbefristete Streiks eingeleitet. Daran hält die Gewerkschaft fest. Zugleich rief die Gewerkschaft am Mittwoch und Donnerstag erneut zum Ausstand bei der BVG auf. 

Die Empfehlung der Schlichter ist nicht bindend. Knackpunkt in den Verhandlungen ist die Verdi-Forderung nach monatlich 750 Euro mehr, die die BVG als nicht finanzierbar bezeichnet.

Bodo Ramelow von der Linken war bis Dezember 2024 Ministerpräsident von Thüringen. (Archivbild)

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Bodo Ramelow von der Linken war bis Dezember 2024 Ministerpräsident von Thüringen. (Archivbild)

Der SPD-Politiker Matthias Platzeck war von 2002 bis 2013 Ministerpräsident von Brandenburg. (Archivbild)

© Soeren Stache/dpa

Der SPD-Politiker Matthias Platzeck war von 2002 bis 2013 Ministerpräsident von Brandenburg. (Archivbild)

Zum Artikel

Erstellt:
27. März 2025, 14:36 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen