Sozialdemokratin Schwan: Junge Menschen für SPD erreichen
dpa/lsw Baden-Baden. Gesine Schwan, ehemalige Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, kann sich nach eigenen Worten vorstellen, junge Menschen für die SPD zu erreichen. „Ich traue mir zu, zu verstehen, was die jungen Menschen wollen und auch sie anzusprechen“, sagte die 76-jährige SPD-Politikerin am Montag im Radioprogramm SWR Aktuell. Junge Leute hätten nicht von vorn herein etwas gegen ältere Menschen, sondern nur gegen diejenigen, die nicht wirklich konsequent seien, erklärte die Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission.

Gesine Schwan, Politologin (SPD). Foto: Karlheinz Schindler/Archivbild
Zur Frage einer eventuellen Kandidatur für den SPD-Vorsitz sagte sie, dies sei keine Aufgabe, die sie sich vorgestellt habe. Es bedrücke sie aber sehr, was gegenwärtig mit der SPD passiere. Für den Parteivorsitz könne sie eine Doppelspitze vorstellen. Das sei eine „vernünftige Idee“. Allerdings müssten sich beide Anwärter gut verstehen und „zusammengefunden haben in den Grundzügen ihrer politischen Ausrichtung“.
Zuvor hatte die Politikwissenschaftlerin dem „Spiegel“ gesagt, sie traue sich zu, „dazu beizutragen, dass das Bild der Partei in der Öffentlichkeit positiver wird, als das im Moment der Fall ist“. Sie hatte hinzugefügt: „Ich habe keinerlei Karriereambitionen, will also nicht Kanzlerin werden oder sonst etwas.“