Strobl will den Südwesten besser auf Waldbrände vorbereiten

dpa/lsw Stuttgart. Innenminister Thomas Strobl (CDU) will den Südwesten besser auf Waldbrände vorbereiten. Nicht zuletzt der Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern habe gezeigt, dass es unerlässlich sei, sich gerade auch in der Gefahrenabwehr rechtzeitig auf Veränderungen einzustellen, sagte Strobl am Donnerstag beim Waldbrandsymposium in Stuttgart vor rund 250 Gästen.

Thomas Strobl. Foto: Felix Kästle/Archivbild

Thomas Strobl. Foto: Felix Kästle/Archivbild

Dabei bezog er sich vor allem auf die Folgen des Klimawandels, der zu längeren Hitzeperioden und Trockenzeiten führen könnte. Auch wegen der vermehrten Monokulturen im Wald kann es laut Innenministerium schneller zu Bränden kommen. Die Feuerwehren im Land sind demnach aktuell zwar gut ausgerüstet. Doch es sollte auch geprüft werden, wo es in Zukunft Verbesserungsbedarf geben könnte. Zudem sollten Gemeindefeuerwehren besser auf Waldbrände vorbereitet werden.

Derzeit gibt es in Baden-Württemberg rund 110 000 Feuerwehrkräfte. Bei großem Wasserbedarf stehen im Land sieben Container mit Hochleistungspumpen und langen Schläuchen bereit, mit denen auch Wasser aus Seen und Flüssen zum Löschen verwendet werden kann, wie ein Sprecher des Innenministeriums erklärte. Für die Brandbekämpfung aus der Luft verfügt das Land demnach über drei große Behälter, die an Hubschrauber gehängt und über dem Feuer entleert werden können.

Ende Juni war in Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern ein großflächiger Waldbrand ausgebrochen, der etwa eine Woche lang wütete. Mit einer Ausdehnung von rund 944 Hektar gilt der Brand als der größte Waldbrand in der Nachkriegsgeschichte des Landes.

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Erstellt:
25. Juli 2019, 18:50 Uhr

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