Messenger-Dienst

Update bringt KI-Chatbot in WhatsApp

KI-Funktionen werden häufig kritisch beäugt. Nun bekommen vielgenutzte Applikationen des Meta-Konzerns ein Update – das sich nicht deaktivieren lässt.

Meta rollt in seinen Apps eine neue KI-Funktion aus.

© www.imago-images.de/IMAGO/Jonathan Raa

Meta rollt in seinen Apps eine neue KI-Funktion aus.

Von Michael Bosch

WhatsApp und Instagram gehören nach wie vor für viele Menschen zu den meistgenutzen Apps. Der Messanger bekommt demnächst eine neue Funktion, die vor allem Datenschützer aufhorchen lassen dürfte.

In der vergangen Woche hat der Facebook-Mutterkonzern Meta damit begonnen in seinen bekanntesten und beliebtesten Apps einen KI-Assistenten auszurollen. Im Grunde ist es ein Chatbot, wie er inzwischen auf vielen Webseiten zu finden ist – beispielsweise auch bei Behörden.

KI-Chatbot bei Whatsapp in sechs Sprachen

Die Nutzerinnen und Nutzer in 41 europäischen Ländern von WhatsApp, Instagram und Facebook können künftig mit einem KI-Bot chatten und auch mit ihm sprechen. Zuerst hatte die Plattform Netzpolitik.org darüber berichtet. Demnach soll der Chatbot zunächst sechs Sprachen beherrschen.

„Es hat länger gedauert, als uns lieb war, unsere KI-Technologie in Europa verfügbar zu machen, da wir uns mit dem komplexen Regulierungssystem auseinandersetzen müssen“, schreibt Meta.

KI-Chatbot bei Whatsapp: Wie erkennt man das Update?

Nutzerinnen und Nutzer erkennen das Update daran, dass sie einen neuen Kontakt mit einem blauen Kreis angezeigt bekommen. Besonders stellt Meta die Funktion heraus, Bilder von sich selbst in verschiedenen Outfits oder Situationen zu kreieren. Die KI soll auf das allgemein zugängliche Internet zugreifen und zudem auch auf Videos und Posts von Menschen, mit denen man auf den Meta-Plattformen vernetzt ist.

Abschalten lässt sich der KI-Assistent im übrigen nicht. Das stößt schon jetzt auf Kritik. „WhatsApp-Nachrichten sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Für Kommunikationen mit der eingebauten KI ergibt das aber kaum Sinn. Denn die Gesprächsverläufe mit der KI werden von Meta gespeichert. Die KI wird mit ihnen auch trainiert“, heißt es bei Netzpolitik.org. Die Nutzerdaten würden weitergeleitet, der Autor schreibt deshalb von einem „Angriff auf die Privatsphäre“.

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Erstellt:
25. März 2025, 16:22 Uhr

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