Elon Musk hilft bei Untersuchungen

Weißes Haus bleibt bei Chat-Affäre bei seiner Position

Die Affäre um den brisanten Gruppenchat der Trump-Regierung weitet sich aus. Neue veröffentlichte Nachrichten bringen den Verteidigungsminister in Bedrängnis. Das Weiße Haus bleibt bei seiner Haltung.

Die Trump-Regierung sieht nach der Affäre um den brisanten Gruppenchat keinen Grund zum Handeln. (Archivbild)

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Die Trump-Regierung sieht nach der Affäre um den brisanten Gruppenchat keinen Grund zum Handeln. (Archivbild)

Von red/dpa

Das Weiße Haus sieht auch nach Veröffentlichungen neuer Teile aus dem geheimen Gruppenchat über die App Signal keinen Grund zum Handeln. Auf die Frage nach möglichen personellen Konsequenzen sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, Präsident Donald Trump habe weiter Vertrauen in sein Nationales Sicherheitsteam. Die Position von Trump sei unverändert.

Trump hatte sich am Vortag zufrieden mit den bisherigen Erklärungen seiner Kabinettsmitglieder zu dem Vorgang geäußert. Leavitt bestritt, dass in dem Chat über einen bevorstehenden Angriff auf die Huthi-Miliz im Jemen Kriegspläne diskutiert worden seien. „Es gab kein klassifiziertes Material“, sagte sie. In der Pressekonferenz wurde sie fast ausschließlich nach der Chat-Affäre gefragt. 

Das US-Magazin „The Atlantic“, dessen Chefreporter vermutlich versehentlich in den Chat über die App Signal geraten war, hatte zuvor den gesamten Chatverlauf offengelegt. Daraus geht hervor, dass Verteidigungsminister Pete Hegseth etwa eine halbe Stunde vor dem Beginn einer US-Militäroperation gegen die Huthi-Miliz den Zeitplan, die genaue Abfolge der Bombardierung und die eingesetzten Waffensysteme nannte. Unter anderem sprach er über Startzeiten von F-18-Kampfjets und Drohnen und die Reihenfolge der Angriffe. Wörtlich heißt es unter anderem: „Zielterrorist befindet sich an seinem bekannten Aufenthaltsort.“

Elon Musk ebenfalls in Untersuchungen eingebunden

Elon Musk ist nach Angaben des Weißen Hauses ebenfalls in die interne Untersuchung zur Geheimchat-Affäre eingebunden. Bei der Klärung der Frage, wie die Telefonnummer eines Journalisten im Gruppenchat der US-Regierung landen konnte, habe der Tech-Milliardär „angeboten, seine technischen Experten darauf anzusetzen“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Die Untersuchung werde zudem vom Nationalen Sicherheitsrat sowie dem Büro des Rechtsberaters im Weißen Haus geführt. Ziel sei es „sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederholt“.

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Erstellt:
26. März 2025, 19:30 Uhr

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