Weniger Schweine in weniger Betrieben: „Es lohnt sich nicht“

dpa/lsw Stuttgart. In Baden-Württemberg grunzen immer weniger Schweine in zunehmend weniger Ställen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes vom Freitag gab es im Mai insgesamt 1,65 Millionen Schweine im Südwesten, das entspricht einem Rückgang um rund 83 200 Schweine oder 4,8 Prozent im Vergleich zum Mai 2018.

Schweine stehen in einem Stall einer Schweinezucht. Foto: Carsten Rehder/Archivbild

Schweine stehen in einem Stall einer Schweinezucht. Foto: Carsten Rehder/Archivbild

Besonders offensichtlich wird das Schweine-Schwinden im Vergleich zu noch älteren Zahlen: Zwischen Ende der 1970er-Jahre und 2012 wurden in baden-württembergischen Betrieben noch zwischen 2,1 und 2,3 Millionen Tiere gehalten. Zudem geben immer mehr Schweinehalter auf: Im Mai dieses Jahres wurden Zucht- oder Mastschweine und Ferkel noch in 2100 Betrieben aufgezogen, im Jahr 2015 waren es noch 2600 Betriebe gewesen.

„Es geben immer mehr Halter auf, weil es sich nicht mehr lohnt“, sagte Klemens Schulz vom Bundesverband Rind und Schwein (Bonn), dem Dachverband für die deutsche Rinder- und Schweineproduktion. „Der Strukturwandel zieht seine Spur. Und für die Betriebe lohnt es sich immer weniger zu investieren, weil die politischen Rahmenbedingungen mit ihren Vorschriften und Einschränkungen zu unsicher sind.“

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Erstellt:
14. Juni 2019, 15:42 Uhr

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