Zahl der Pendler in Baden-Württemberg nimmt weiter zu
dpa/lsw Stuttgart. In Baden-Württemberg pendeln immer mehr Menschen zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes nahm die Zahl der Berufspendler im Südwesten zwischen 2015 und 2017 erneut deutlich zu. „Dies dürfte vor allem auf die gute Konjunkturentwicklung und die damit einhergehende Beschäftigungszunahme zurückzuführen sein“, vermutete die Behörde am Mittwoch in Stuttgart.

Pendler warten auf einem Bahnhof auf eine einfahrende Regionalbahn. Foto: Bernd Thissen/Archiv
Nach den neuen Zahlen stieg die Pendlerzahl um 5,2 Prozent oder rund 165 700 Pendler auf fast 3,4 Millionen. In ihrem eigenen Wohnort arbeiteten dagegen rund 2,3 Millionen Menschen, das sind 0,5 Prozent oder 12 600 Menschen mehr als bei der vorherigen Zählung. Die sogenannte Berufspendlerrechnung wird alle zwei Jahre gemacht.
Zehntausende pro Jahr überqueren auf dem Weg zur Arbeit auch die Grenzen ins Ausland. Laut einer europäischen Statistik gab es mit
78 300 Pendlern in Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich den größten Pendlerstrom ins Ausland. Hier spielt die Nähe zur Schweiz und zu Frankreich eine entscheidende Rolle. Der Regierungsbezirk Freiburg, an der Grenze zu beiden Nationen gelegen, verzeichnete im vergangenen Jahr 64 500 Pendler und damit die höchste Zahl aller Regionen Baden-Württembergs. Dies war den Statistikern zufolge auch in den Jahren zuvor so.