Judoka Helena Grau mit Glücksgefühlen

Sportlerin der TSG Backnang sichert sich beim Junioren-European-Cup in Prag im Leichtgewicht die Bronzemedaille

Das disziplinierte Training hat sich gelohnt: TSG-Nachwuchsjudoka Helena Grau gewann die Bronzemedaille beim Junioren-European-Cup in Prag. Es ist nach dem dritten Platz beim European Cup in Paks im Juni ihre zweite Medaille auf einem europäischen Turnier in diesem Jahr. „Es ist ein super Erfolg“, lobt TSG-Trainer Jens Holderle.

Helena Grau ist obenauf und hat beim Junioren-European-Cup in Prag überzeugt. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Helena Grau ist obenauf und hat beim Junioren-European-Cup in Prag überzeugt. Foto: A. Becher

Von Katharina Klein

Ein paar Höhen und Tiefen musste die 18-jährige Backnangerin jedoch überwinden. In der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm traf Helena Grau zunächst auf die Amerikanerin Fiona Gordon. Da nach Ablauf der regulären Kampfzeit keine Wertung auf den Konten der beiden Konkurrentinnen stand, ging es in die Verlängerung. Hier punktete Grau nach nur 14 Sekunden und holte so den Sieg. TSG-Trainer Jens Holderle war zwar nicht in Prag mit vor Ort, aber unterstützte seinen Schützling mithilfe moderner Kommunikationsmittel: „Ich habe Helena von hier aus taktische Hinweise geschickt und ihr gesagt, wie sie kämpfen soll. Ich glaube, das ist alles ganz gut aufgegangen“, freut er sich.

Als Nächstes traf das Leichtgewicht Grau auf Sian Bobrowska. Das Glücksrad drehte sich hier in eine für die Backnangerin ungünstige Richtung. Sie ging aufgrund einer Wertung für die Britin nach vier Minuten als Geschlagene von der Matte. In der Trostrunde wartete dann dafür ein umso schönerer Erfolg für die Backnangerin. Gegen Ana Sirbu unterlag sie beim European Cup im italienischen Lignano in Runde eins und schied damit aus. Nun drehte Grau den Spieß um und setzte sich in der Verlängerung nach insgesamt fünf Minuten gegen die Rumänin durch. „Sie war in diesem Kampf zu keiner Zeit gefährdet. Von dem her hat sie sich wirklich verbessert und es ist eine Steigerung zu erkennen“, analysiert Holderle stolz den Kampf von Grau. Was danach folgte, war mit rund fünfeinhalb Minuten der längste Kampf des Tages für die TSG-Sportlerin. Letztendlich disqualifizierte sich die Belgierin Jente Verstraeten mit der dritten Strafe und Grau war die Siegerin. Trainer Holderle ist begeistert vom Auftritt seines Schützlings: „Verstraeten ist keine Unbekannte. Sie war schon bei den U-18-Weltmeisterschaften erfolgreich. Das hat Helena clever gelöst. Die drei Strafen waren in dem Moment das richtige taktische Mittel.“ Mit diesem Sieg hatte Grau das Duell um Platz drei erreicht. Die Kontrahentin hieß Caitlin Barber. Es wurde ein kleines Finale, das nach vier Minuten zugunsten von Grau zu Ende ging, da diese im Gegensatz zur Britin eine Wertung erreichte. Das führte nicht nur in Prag zu Glücksgefühlen, sondern auch in Backnang: „Ich freue mich riesig für und mit Helena, dass sie ihren Erfolg von Paks wiederholen konnte. Es ist ein super Ergebnis“, jubelt Holderle.

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Erstellt:
23. Juli 2019, 06:00 Uhr

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