Neue Trainer-Ära beginnt bei den Fußballfrauen
Martina Voss-Tecklenburg startet mit einem Trainingslager in Spanien
Marbella /SID - Unter der spanischen Sonne beginnt für Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und die deutschen Fußballerinnen der schwierige Weg zum dritten Stern. In Marbella startet das Nationalteam mit einem XXL-Kader ins WM-Jahr, wo MVT bei frühlingshaften Temperaturen die Arbeit aufnimmt. „Es überwiegt klar die Vorfreude, endlich das zu tun, was ich am liebsten mache: loslegen, auf dem Trainingsplatz arbeiten, das Team spüren“, sagte die 51-Jährige. Seit zwei Monaten ist die 125-malige Nationalspielerin im Amt, am Sonntag reiste sie voller Tatendrang mit ihrem Stab vor an die Costa del Sol. 30 Spielerinnen, die am Montag vom Frankfurter Flughafen nach Malaga fliegen, hat die neue Chefin zum Winterlehrgang eingeladen. Das Kennenlernen wird zu einer Art Speeddating, denn in nicht einmal fünf Monaten beginnt schon die WM-Endrunde in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli).
„Wir wollen sehen: Wozu sind die Spielerinnen bereit, was können sie leisten?“, erklärte Voss-Tecklenburg, die im Marbella Football Center ein Dutzend Trainingseinheiten geplant hat. Die langjährige Schweizer Nationaltrainerin setzt auf akribische Beobachtung und viel Kommunikation – mit allen Spielerinnen sollen Einzelgespräche geführt werden. Ob der dritte Titel bei der WM, die für die DFB-Auswahl mit den Gruppenspielen gegen China, Spanien und Südafrika beginnt, ein realistisches Ziel ist, lasse sich erst nach den Testspielen im Frühjahr abschätzen. „Aber natürlich haben wir den Anspruch, mit der bestmöglichen Performance so weit wie möglich zu kommen. Jeder möchte sich ja auch für Olympia qualifizieren.“
Vier Spiele gegen hochkarätige Gegner stehen in den weiteren drei WM-Lehrgängen an, bislang ist nur das Auswärtsspiel in Schweden am 6. April exakt terminiert. Ihre Premiere in einem Spiel gibt MVT Ende Februar bei einem Test im Rahmen eines Trainingslagers im WM-Gastgeberland, dort will Voss-Tecklenburg auch ihre Kapitänin verkünden. Neben dem Weltmeister USA gibt es aus ihrer Sicht „sieben, acht Nationen“, die um den WM-Titel mitspielen.