Trotz enormer Hitze durchgekämpft

Backnanger Triathleten Brose, Hartmann und Marte meistern den Ironman in Frankfurt am Main

Zufrieden mit sich und mit den Leistungen seiner beiden Backnanger Mitstreiter Sven Brose sowie Kenneth Marthe: Triathlet Thomas Hartmann.Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Zufrieden mit sich und mit den Leistungen seiner beiden Backnanger Mitstreiter Sven Brose sowie Kenneth Marthe: Triathlet Thomas Hartmann.Foto: A. Becher

(pm). Mit Sven Brose, Thomas Hartmann und Kenneth Marte war der Triathlonclub Backnang beim Ironman in Frankfurt vertreten. Bei den European Championships werden zugleich Tickets für den weltberühmten Wettbewerb auf Hawaii vergeben – einen Eindruck von der dort in der Regel herrschenden Hitze erhielten die Sportler auch in der Main-Metropole: Das Thermometer erreichte die 40-Grad-Marke. Das Trio aus dem Murrtal, das Erfahrung über die Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und ein Marathon) hat, zählte zu den insgesamt rund 3300 Startern, die Altersklassen-Athleten sprangen nach den Profis ab 6.40 Uhr in den Langener Waldsee.

Das Wasser hatte 25,5 Grad, die beliebten Neoprenanzüge waren verboten. Binnen 20 Minuten waren alle Teilnehmer unterwegs, nach 1,5 Kilometern ging es kurz an Land und dann auf die restlichen 2,3 Kilometer. Marte stieg nach 1:08:57 Stunden als Erster des Backnanger Trios aus dem See, ihm folgten Brose (1:18:21) sowie der komplett unzufriedene Hartmann, der 1:29:29 Stunden benötigt hatte. Im Sattel waren rund 1450 Höhenmeter zu bewältigen, aus der zu Beginn noch angenehmen Fahrtluft wurde stehende Hitze und feuriger Gegenwind. Brose drückte aufs Tempo, schaffte durchschnittlich 35,02 Stundenkilometer und stellte das Rad nach 5:17:50 Stunden ab. Marte brauchte 5:58:26 Stunden, etwas schneller war Hartmann, der in 5:55:25 Stunden einige Plätze gutmachte.

Blieb der Marathon mit 42,195 Kilometern, der in vier Laufrunden am Mainufer aufgeteilt war. Die eine Streckenhälfte befand sich im Schatten von Gebäuden oder in Grünanlagen mit Baumalleen, auf der anderen waren die Sportler der glühenden Hitze ausgesetzt. Immerhin standen sieben Verpflegungsstellen zur Verfügung, an denen es unter anderem Wasser, Salz und Obst sowie kühlende Schwämme und Duschen gab. Bei diesen Bedingungen ging es für alle drei Backnanger nur ums Durchkommen, von ihren Bestzeiten waren sie ein gutes Stück entfernt. Hartmann beendete den Lauf nach 4:51:29 Stunden und landete mit einer Gesamtzeit von 12:27:37 Stunden auf dem 979. Platz und auf Rang 27 der Männer 55. Brose brauchte für den Marathon zwar 5:07:43 Stunden, war insgesamt aber der Schnellste des Vereins: Er blieb unter der Zwölfstundenmarke (11:49:16) und landete unter 2064 Männern auf Rang 675 sowie in der M 45 auf Platz 101. Marte schloss das Rennen nach 12:27:58 Stunden auf dem 984. Platz (97. der M 50) ab. Das Trio war im Ziel überglücklich, die harte Herausforderung gemeistert zu haben, was längst nicht allen Teilnehmern vergönnt war. Rund 26 Prozent beendeten den Wettkampf vorzeitig.

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Erstellt:
10. Juli 2019, 11:30 Uhr

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