Auftrag für Brückenköpfe an der Aspacher Brücke neu vergeben
Eine andere Firma soll die Arbeiten an der Aspacher Brücke abschließen. Die verlangt dafür aber mehr Geld.

Ein stilisiertes Brückenhäuschen aus Metall und eine Glasplatte mit einem historischen Foto sollen an der Aspacher Brücke an vergangene Zeiten erinnern. Visualisierung: Büro BHM
Von Kornelius Fritz
Backnang. Seit mehr als zwei Jahren rollt der Verkehr über die neue Aspacher Brücke, doch die sogenannten Brückenköpfe fehlen bis heute. Mit den Metallbauarbeiten, zu denen auch der stilisierte Nachbau des historischen Brückenhäuschens gehört, das zwischen 1912 und 1937 an dieser Stelle stand, hatte die Stadt im September 2021 eine Schlosserei aus dem Umland beauftragt. Diese hielt die Fristen für die Ausführung des Auftrags allerdings mehrfach nicht ein, sodass die Stadt schließlich die Reißleine zog und der Firma kündigte. Der Auftrag wurde daraufhin erneut ausgeschrieben.
Darauf hat sich nun ein anderes Unternehmen gemeldet, das die Arbeiten abschließen möchte. Wie Baudezernent Stefan Setzer mitteilt, wurde der Auftrag diese Woche an die Schlosserei Haupt aus Auenwald vergeben. Diese hat sich laut Setzer vertraglich dazu verpflichtet, die Brückenköpfe bis Ende April 2023 zu installieren. Der Baudezernent ist zuversichtlich, dass die Frist diesmal auch eingehalten wird. Man habe in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen mit dieser Firma gemacht.
Die Umsetzung der Brückenköpfe wird teurer als gedacht
Die Kosten sind durch die Neuausschreibung allerdings deutlich gestiegen. So muss die Stadt Backnang für die Metallarbeiten nun knapp 119000 Euro bezahlen; der ursprüngliche Auftrag hatte ein Volumen von rund 75000 Euro, wobei darin auch die Kosten für die aus vier Metallelementen bestehende Skulptur in der Mitte des Kreisverkehrs enthalten waren. Diese hatte noch der ursprüngliche Auftragnehmer geliefert und dafür rund 6700 Euro erhalten. Die Stadt hatte den Rechnungsbetrag allerdings um rund 3000 Euro gekürzt, da die Ausführung nach Angaben von Tiefbauamtsleiter Lars Kaltenleitner mangelhaft war.
Im Technischen Ausschuss des Gemeinderats wehrte sich Stefan Setzer kürzlich noch einmal gegen Vorwürfe des Firmenchefs. Dieser hatte öffentlich erklärt, die Stadt nehme in schwierigen Zeiten keine Rücksicht auf die Probleme kleiner Handwerksbetriebe. Als Gründe für die Verzögerungen hatte der Geschäftsführer unter anderem Materialengpässe und Personalausfälle wegen Corona genannt. Setzer betonte im Ausschuss, die Stadt habe den Vertrag erst nach etwa einem Jahr gekündigt. Zuvor habe man der Firma drei Fristen gesetzt, die alle nicht eingehalten worden seien.