Der Juli brachte die zweite Hitzewelle
Ein Tag wartete mit über 35 Grad Celsius auf – Gewitter sorgen für Abkühlung in der letzten Juliwoche
Der Juli knüpfte phasenweise daran an, was schon der Juni bereitgehalten hatte: Hitze, sehr viel Sonne, kein Regen. Die zweite Hitzewelle des Jahres wurde zum Monatsende, begleitet von Gewittern, abgelöst von wohltuenden kühleren Temperaturen.

© Pressefotografie Alexander Beche
Brachten Abkühlung nach der Hitzewelle: Gewitter über Backnang. Foto: A. Becher; Grafik: Deutscher Wetterdienst/BKZ
Von Nicola Scharpf
BACKNANG/GROSSERLACH. Blieb der Allzeit-Temperaturrekord von 40,3 Grad Celsius für Deutschland während der Juni-Hitzewelle noch unerreicht, so ist dieser Wert nun geknackt: Mit 42,6 Grad wurde laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in Lingen am Donnerstag, 25. Juli, die höchste jemals gemessene Temperatur in Deutschland aufgezeichnet. Ganz so heiß war es in Backnang und Umgebung in der Kalenderwoche 30, in der das Hochdruckgebiet Yvonne hitzebestimmend war, nicht. Am heißesten Tag meldete die Wetterstation des DWD in Großerlach-Mannenweiler schon morgens um 10 Uhr über 30 Grad und zeichnete als Höchstwert 35,1 Grad auf. Der Tiefstwert lag am 10. Juli bei 7,4 Grad. Mit durchschnittlich 19,5 Grad – wobei es insgesamt 14 Sommertage (über 25 Grad) und vier heiße Tage (über 30 Grad) gab – war der Juli insgesamt 2,7 Grad wärmer als der langjährige Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990 (16,8 Grad).
Zu den sommerlichen Temperaturen gesellte sich die Sonne: Sie schien an fast allen Juli-Tagen – mit nahezu 15 Stunden am 3. Juli am längsten. Die durchschnittliche Sonnenscheindauer des zurückliegenden Monats entspricht knapp 125 Prozent des vieljährigen Mittels. Geringer als der Durchschnitt fällt dagegen die Niederschlagshöhe aus, nämlich etwa 88 Prozent. Am meisten geregnet hat es am 27. Juli mit 24,7 Millimetern. Dieser Tag stand im Zeichen eines Witterungswechsels: Tief Vincent legte sich mit Hoch Yvonne an, was die Luft schon den ganzen Tag über ziemlich gewitterträchtig werden ließ. Am Abend blitzte und donnerte es dann gewaltig. Auch der Folgetag blieb nicht niederschlagsfrei und die wohltuende Abkühlung war enorm: Es wurden nur noch 19,8 Grad gemessen. Mit leichtem Regen, Bewölkung und sonnigen Abschnitten ging der zweite Sommermonat mit gemäßigten Temperaturen zu Ende.
Laut DWD kann es in dieser Woche vorübergehend wieder hochsommerlich warm werden in Deutschland, im Südwesten des Landes auch heiß mit 30 bis 32 Grad. Bei einem Mix aus Sonne und Wolken sind zunächst nur stellenweise Regenschauer oder Gewitter dabei. Im weiteren Verlauf der Woche gibt es ein Gewitter nach dem anderen oder leichte Schauer. So weicht die Hitze. Für Mannenweiler sind für Mittwoch 22 Grad vorhergesagt. Zum Wochenende gehen die Niederschläge gegen null bei sommerlichen Temperaturen. Im Süden, so der DWD, sind auch wieder heiße 30 bis 33 Grad möglich.
