GEW-Vorsitzende kritisiert Kultusministerin Eisenmann

dpa/lsw Stuttgart. Die scheidenden Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Doro Moritz, hat Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) scharf kritisiert. „Ich habe ganz eindeutig nicht den Eindruck, dass sie an einer ernsthaften Förderung Benachteiligter interessiert ist“, sagte sie der „Schwäbischen Zeitung“ (Montag). Die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl positioniere sich vor allem so, dass sie bei konservativen Menschen gut ankomme.

Die scheidende GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Die scheidende GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

So wolle die Ministerin beim Ausbau des Ganztagsangebots an Grundschulen vor allem flexible Betreuung fördern - diese diene aber einzig der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und fördere nicht die generelle Bildungsgerechtigkeit. Außerdem gebe es in der reinen Betreuung zu wenig Bildungsangebote. Eisenmann habe sich Qualität auf die Fahnen geschrieben, aber nicht umgesetzt. „Bei Fortbildungen und Unterstützung der Lehrer stehen wir schlechter da als vor ihrer Amtszeit.“

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Erstellt:
12. Oktober 2020, 08:50 Uhr

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