Verbraucherministerium in Baden-Württemberg warnt

Importierte Dubai-Schokolade teils nicht für den menschlichen Verzehr geeignet

Das Verbraucherministerium in Baden-Württemberg warnt: Die Qualität importierter Dubai-Schokolade sei mitunter mangelhaft. Die Proben aus einem Land fallen bei Kontrollen besonders negativ auf.

Die Dubai-Schokolade erfuhr 2024 einen großen Hype. (Symbolfoto)

© dpa/Oliver Berg

Die Dubai-Schokolade erfuhr 2024 einen großen Hype. (Symbolfoto)

Von red/epd

Die Qualität importierter „Dubai-Schokolade“ entspricht laut der baden-württembergischen Lebensmittelüberwachung nicht hiesigen Standards. Bei Untersuchungen wurden in allen Proben Kennzeichnungsmängel, in vielen auch Verunreinigungen, Farbstoffe, Allergene oder Fremdfett festgestellt, teilte das Verbraucherministerium am Mittwoch in Stuttgart mit.

Die untersuchten Pistaziencremes schnitten dagegen positiv ab. Das Land hatte nach Auffälligkeiten bei der Schokolade Ende vergangenen Jahres ein Sonderprogramm zur Überwachung gestartet.

30 Dubai-Schokoladen untersucht

Im Rahmen des Sonderprogramms wurden 30 „Dubai-Schokoladen“ untersucht. Bei 21 Proben handelt es sich um Importware - 13 Proben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, sieben Proben aus der Türkei und eine aus Jordanien.

Zudem wurden weitere Proben von kleinen Herstellern in Baden-Württemberg sowie aus anderen EU-Mitgliedstaaten untersucht. Eine Probe war unbekannter Herkunft.

Dubai-Schokolade teilweise gesundheitsschädlich

Kritisch ist dem Ministerium zufolge etwa, dass in einer türkischen und einer niederländischen Probe nicht deklarierter Sesam gewesen sei. „Dies ist insbesondere für Sesam-Allergiker gesundheitsschädlich“, heißt es in der Mitteilung. Weiter lag bei sieben Proben eine Verbrauchertäuschung vor, da sie Fremdfett anstatt echter Schokolade enthielten.

Und vier Proben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten seien aufgrund herstellungsbedingter Verunreinigungen nicht für den menschlichen Verzehr geeignet gewesen. Die „Dubai-Schokolade“ werde weiter kontrolliert, schreibt das Ministerium.

Zum Artikel

Erstellt:
20. März 2025, 12:50 Uhr
Aktualisiert:
20. März 2025, 14:11 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen