Mann filmt nach Unfall mit drei Toten: Polizei ermittelt

dpa/lsw Villingen-Schwenningen. Weil er die Rettungsarbeiten nach einem Verkehrsunfall mit drei Toten gefilmt haben soll, ermittelt die Polizei gegen einen 32 Jahre alten Mann. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Am Samstag waren in Villingen-Schwenningen zwei Autos zusammengestoßen. Ein Fahrer und ein Mitfahrer starben an der Unfallstelle. Ein einjähriges Kind, das ebenfalls in einem der Wagen saß, erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Beschuldigte soll zu Fuß an der Unfallstelle vorbeigekommen und mit seinem Mobiltelefon die Rettungskräfte, die beschädigten Fahrzeuge und die Unfallopfer gefilmt haben.

Eine Sichtschutzplane „Fotografieren verboten“. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archivbild

Eine Sichtschutzplane „Fotografieren verboten“. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archivbild

Sein Smartphone wurde beschlagnahmt. Der Straftatbestand Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen kann mit Geldstrafen oder bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden.

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Erstellt:
9. Juli 2019, 12:55 Uhr

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