Mehr Einnahmen dank Käferholz

Feststellung der Betriebskosten für den Gemeindewald Aspach

Hier haben Borkenkäfer deutliche Spuren hinterlassen. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Hier haben Borkenkäfer deutliche Spuren hinterlassen. Foto: J. Fiedler

ASPACH (sil). Wenn man nur die nackten Zahlen betrachtet, liest sich das Ergebnis eigentlich ganz gut: Statt geplanten 69000 Euro aus Holzverkäufen hat die Gemeinde Aspach im Jahr 2018 rund 107000 Euro eingenommen. Dies wurde den Gemeinderäten auf der jüngsten Sitzung bei der Feststellung des Betriebsergebnisses 2018 für den Gemeindewald mitgeteilt. Grund zur Freude ist das allerdings weniger, denn der Überschuss kam zu großen Teilen durch den Verkauf von Fichten zustande, die durch den Borkenkäfer geschädigt wurden und deshalb geschlagen werden mussten. „Uns wäre es in diesem Fall natürlich lieber gewesen, wenn wir nur das Geld erwirtschaftet hätten, das im Betriebsplan vorgesehen war“, so Bürgermeisterin Sabine Welte-Hauff. Doch auch die Einnahmen durch die Jagdpacht brachten mehr ein als angenommen: rund 12500 Euro statt geplanten 7000 Euro.

Auf der Ausgabenseite waren im Haushaltsplan für die Holzfällung und -aufbereitung 24800 Euro eingeplant. Tatsächlich wurde hier aber mehr ausgegeben. Grund ist ebenfalls der Borkenkäfer, da für die Lagerung des Holzes außerhalb des Waldes Kosten in Höhe von 45000 Euro entstanden. Auch die Wegunterhaltung war mit 5600 Euro etwa 1000 Euro teurer als vorgesehen. Gespart werden konnte hingegen bei den Waldkulturkosten: Von den eingeplanten 17000 Euro wurden nur 6300 Euro benötigt, da viele Arbeiten von den Auszubildenden des Warthofs durchgeführt wurden. Die Gemeinderäte waren sich indes einig, dass es wichtig sei, den Zustand des Waldes wieder einmal vor Ort unter die Lupe zu nehmen. Man plane für den Herbst bereits eine Waldbegehung, so Welte-Hauff.

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Erstellt:
25. Juli 2019, 06:00 Uhr

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