Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt minimal auf 80,2
dpa/lsw Stuttgart. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist am Pfingstsonntag leicht gesunken - auf 80,2. Am Tag zuvor hatte die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche bei 80,4 gelegen. Wie das Landesgesundheitsamt weiter mitteilte, ist die Inzidenz nach wie vor im Zollernalbkreis am höchsten mit 169,0 (Vortag: 167,4). Am niedrigsten ist sie nun im Landkreis Emmendingen mit 27,6.

Ein Mann hält ein Stäbchen für einen Abstrich für einen Corona-Test über ein Röhrchen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Elf Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen bei der Sieben-Tage-Inzidenz über der Marke von 100. Das sind zwei mehr als am Samstag. 33 der 44 Stadt- und Landkreise unterschreiten nach Angaben des Landesgesundheitsamts vom Samstag damit den Wert von 100 erkannten Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen in einer Region. Am Sonntag sind die Neuinfektions-Zahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg den Daten zufolge um 511 auf 487.174. Inzwischen sind 9846 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben. Das waren 5 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 452 054 Infizierte (plus 2207).
Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 128.643 Fälle mit Hinweisen auf „besorgniserregende Varianten“ übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B.1.351) entdeckt worden waren. Ihr Anteil liegt im Südwesten den Angaben zufolge bei 96 Prozent, bei steigender Tendenz.
Bislang wurden in Baden-Württemberg nach Angaben des Robert Koch-Instituts 4.355.653 Menschen einmal mit Impfstoffen geimpft, bei denen für den vollständigen Schutz eine zweite Dosis erforderlich ist. Das sind 39,2 der Bevölkerung im Südwesten - der Bundesdurchschnitt liegt bei 39,9 Prozent. Als vollständig geimpft gelten 1.519.490 Menschen oder 13,7 Prozent (bundesweit: 13,6). Eingerechnet hierbei sind auch Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson, bei dem eine Dosis ausreicht.
15,0 Prozent der 2379 betreibbaren Intensivbetten sind laut Landesgesundheitsamt im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.
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