Spiegelberger Sirenenstandorte werden geprüft

Nachdem Spiegelberg Förderung für lediglich eine Sirene erhält, wird in der Kommune nun das weitere Vorgehen diskutiert.

In Spiegelberg wird geprüft, ob sich die geförderte Anlage in Nassach montieren lässt. Foto: Alexander Becher

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In Spiegelberg wird geprüft, ob sich die geförderte Anlage in Nassach montieren lässt. Foto: Alexander Becher

Von Nicola Scharpf

Spiegelberg. Diskutiert hat der Gemeinderat jüngst darüber, wie sich die Gemeinde Spiegelberg in Zukunft in Sachen Sirenenstandorte aufstellen soll. Spiegelberg hatte zu jenen 15 Gemeinden im Kreis gehört, die Anfang des Jahres beim Sonderförderprogramm der Bundesregierung zur Errichtung von Sirenen zunächst leer ausgegangen waren. „Bei der zweiten Tranche sind wir lediglich mit einer Sirene berücksichtigt worden“, so Bürgermeister Uwe Bossert. Die Gemeinde hatte sich um eine Förderung für den Erhalt und die Modernisierung von insgesamt sieben Sirenen beworben. „Wie gehen wir damit um? Was könnten wir machen?“ Diese Fragen stellte Bossert in die Ratsrunde. Das Gremium erteilte der Verwaltung den Auftrag, Standortmöglichkeiten zu prüfen. Ein entsprechender Beschluss soll in einer der nächsten Sitzungen gefasst werden.

Laut Bossert hat die Verwaltung Kontakt mit einem Hersteller von Sirenenanlagen aufgenommen. Der Erwerb und die Montage einer Anlage belaufe sich auf etwa 15000 Euro. Die Zuwendung über das Förderprogramm beträgt 10850 Euro pro Anlage. Geprüft werden soll, ob sich die geförderte Anlage in Nassach montieren lässt, um die Orte Nassach und Kurzach zu erreichen. Voraussetzung dafür ist, dass sich die beiden bestehenden Anlagen in Spiegelberg und Jux, die die Leitstelle bislang analog ansteuern kann, auf eine digitale Ansteuerung umstellen lassen. Das würde pro Anlage ungefähr 3000 Euro kosten. Auf diese Weise wären 85 Prozent der Bevölkerung abgedeckt, so Bossert. Geprüft werden soll auch, ob der Standort im Bereich Sportplatz/Schule geeigneter ist, als der bisherige Standort auf dem Rathaus. Für Jux soll ein Standort in Richtung Friedhof geprüft werden. Es geht jeweils darum, von wo die Sirene am weitesten zu hören ist. „Schön wäre es gewesen, wenn zwei oder drei oder vier Anlagen bewilligt worden wären“, so Bossert. Es stelle sich jetzt die Frage, mit welchem Haushaltsansatz man rechne, mit 20000 bis 25000 Euro oder mit 40000 bis 45000 Euro.

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Erstellt:
31. Oktober 2022, 06:00 Uhr

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