Stadt Backnang will Vorschläge für neuen Murrsteg machen
Baudezernent Stefan Setzer bevorzugt eine große Lösung

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Die Sicherheit der Fußgänger nicht mehr gewährleistet, der Holzsteg über die Murr ist notdürftig mit Spanplatten verbarrikadiert. Foto: Alexander Becher
Backnang. Seit zwei Jahren ist der Holzsteg an der Bleichwiese nun schon gesperrt. Bei einer routinemäßigen Überprüfung hatte ein Experte damals festgestellt, dass sich der Zustand der Holzkonstruktion so rapide verschlechtert hatte, dass die Sicherheit der Fußgänger nicht mehr gewährleistet war. Seitdem ist die 1984 eröffnete Brücke über die Murr notdürftig mit Spanplatten verbarrikadiert und viele Passanten fragen sich mittlerweile, ob dieser unschöne Anblick zum Dauerzustand werden soll.
Geprüft werden sollen mehrere Varianten
Im Ausschuss für Technik und Umwelt widersprach Baudezernent Stefan Setzer nun jedoch dem Eindruck, die Stadt sei untätig. Man habe eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse noch vor Weihnachten vorliegen sollen. Geprüft werden sollen dabei mehrere Varianten. Neben einem Fußgängersteg, der wie die alte Brücke vor dem Uferweg endet, wäre auch eine Konstruktion denkbar, die die Bleichwiese direkt mit der Postgasse verbindet. Von dort führt bisher eine Treppe hinunter zum Murrufer, die laut Setzer aber ebenfalls in einem schlechten Zustand ist. Der Baudezernent würde deshalb eine größere Lösung bevorzugen.
Klar ist bislang nur, dass der bestehende Steg nicht mehr saniert wird
Wie diese genau aussehen könnte und wie viel sie kosten würde, soll bis zum Jahresende geklärt werden. Klar ist bislang nur, dass der bestehende Steg nicht mehr saniert wird: Die hölzernen Lager der Brücke sind innerlich verfault, sodass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Aber warum wird sie dann nicht abgerissen? Dies liege daran, dass unter dem gesperrten Steg noch Leitungen verlaufen, erklärte Setzer. Würde die Brücke entfernt, müssten die Kabel für teures Geld unter der Murr durchgeleitet werden. (kf)