Tabaluga findet die Liebe
Mörikeschule Backnang und Conrad-Weiser-Schule Großaspach bringen Musical auf die Bühne
Tabaluga – die Geschichte vom kleinen Drachen, der der Frage nachgeht, was Liebe ist, bringen die Mörikeschule und die Conrad-Weiser-Schule als Musical gemeinsam auf die Bühne. Das Rockmärchen von Peter Maffay wurde umgeschrieben und der Schüleraufführung angepasst. „Tabaluga und der Jadestein“ ist am Mittwoch und Donnerstag im Backnanger Bürgerhaus zu sehen.

© Pressefotografie Alexander Beche
Rund 40 Schüler aus zwei Gemeinschaftsschulen studieren das Schülermusical ein, das sich an das Rockmärchen von Peter Maffay anlehnt. Foto: A. Becher
Von Claudia Ackermann
BACKNANG. Die Proben laufen auf Hochtouren in der Aula der Mörikeschule. Rund 40 Schüler aus den beiden Gemeinschaftsschulen in Backnang und Aspach bilden die Gruppe der Darsteller mit Sprechrollen und Tänzern. Bei den Aufführungen im Bürgerhaus werden noch der Grundschulchor der Mörikeschule und eine Band aus Profimusikern und Musiklehrern dabei sein.
Das Schülermusical ist an das Rockmärchen „Tabaluga und das leuchtende Schweigen“ von Peter Maffay angelehnt. Der kleine grüne Drache Tabaluga fragt seinen Vater Tyrion, was Liebe ist. Um die Antwort zu finden, klaut er ihm einen geheimnisvollen Jadestein, mit dem er sich von einem Ort an den anderen versetzen kann. Doch er gelangt nur in Welten ohne Liebe. So trifft er etwa am Ende eines Regenbogens auf ein weinendes Mädchen. Das „Halbkind“ ist die Tochter von Sonne und Mond, die jedoch viel zu weit entfernt sind, um sich um sie zu kümmern und ihr Liebe zu geben. Auch in der Welt der Roboter, die angeblich perfekt und allwissend sind, findet er keine Antwort auf seine Frage, da die Maschinen keine Gefühle haben.
Geleitet wird das Schülermusical von Jörg Krohmer von der Mörikeschule und Dominik Reichert von der Conrad-Weiser-Schule. In Zusammenarbeit mit Manuela Jagoschinski haben die beiden Lehrer das Stück umgeschrieben. Zwischen den gespielten Szenen sind Tanzsequenzen eingefügt, choreografiert von Stefanie Layher. Mit den Armen formen die Tänzer Herzen, wenn es um das Thema Liebe geht. Erblühende Blumen stellen sie dar, wenn das weinende Halbkind sein Taschentuch auf den Boden fallen lässt. Mit abgehackten Bewegungen geht es in der Roboterwelt zu.
Bei den Proben tragen die Schüler ihre Kostüme noch nicht, die von Anilda Killes und Jutta Penka entworfen wurden. Bei den Aufführungen werden dann auch Kostüme und Farben die Stimmungen unterstützen, etwa, wenn es in einer Szene um Daimon geht: „Ich bin der Hass.“ Das Bühnenbild wurde von Werner Tobolka gestaltet. Der Lehrer an der Mörikeschule hat die Bilder gemalt, die auf eine große Leinwand im Hintergrund passend zu den Szenen projiziert werden. Für die Technik sind Schüler zuständig.
Mit viel Spaß sind die Schüler der Klassen 5 bis 10 bei den Proben dabei, die seit Anfang dieses Schuljahres laufen. Die Hauptrolle des Drachen Tabaluga ist doppelt besetzt. Sophie Christoph ist eine der Hauptdarstellerinnen. Sie findet es schön, dass zwei Schulen das Musical zusammen machen und kündigt an: „Dieses Jahr gibt es eine tolle Aufführung.“ Janne Röper ist die weitere Tabaluga-Besetzung. Sie mag an dem Musical besonders, dass es so viele abwechslungsreiche Szenen gibt. Mona Alkhalaf findet es gut, dass man sich beim Spielen überwinden und sich etwas trauen muss, und Annedorra Calnaido bestätigt, dass sie durch das Mitwirken am Musical mehr Selbstbewusstsein gewonnen habe. Außerdem findet sie es toll, dass man mit den Schülern der anderen Schule zusammenkommt und neue Freunde gewinnt. „Wir sind ein Team, das zusammenhält“, bringt es Isil Macit auf den Punkt. Und Zlatin Stoycher, der Tabalugas Vater Tyrion spielt, unterstreicht: „Es ist ein gutes Zusammenspiel, bei dem alle Spaß haben. Sogar die Lehrer.“
In der Originalgeschichte muss Tabalugas Vater am Ende sterben. Mit diesem traurigen Gefühl wollten die Texter die Kinder und Jugendlichen nicht aus dem Schülermusical entlassen. So viel sei verraten: Es gibt ein Happy End.
Am Mittwoch, 27. Juni, und Donnerstag, 28. Juni, gibt es im Backnanger Bürgerhaus vormittags Aufführungen für Schulen und Kindergärten. Die Abendvorstellungen an diesen beiden Tagen sind öffentlich und beginnen jeweils um 19 Uhr.