Vergewaltigungsfall Freiburg: Ermittlungen teils eingestellt

dpa/lsw Freiburg. Im Fall der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg hat die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen einen 33 Jahre alten Deutschen eingestellt. „Nach umfangreichen Ermittlungen und Auswertung der vorhandenen Spuren konnte seine Täterschaft nicht mit der für eine Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden“, teilte die Behörde am Donnerstag in Freiburg mit. Gegen den Mann bestand seit Anfang April Haftbefehl, der aber gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden sei, wie die Polizei mitgeteilt hatte.

Mitte Oktober vergangenen Jahres war nach Angaben der Ermittler eine 18 Jahre alte Frau nachts in Freiburg nach einem Discobesuch in einem Gebüsch von mehreren Männern vergewaltigt worden. Nach der Tat hatte die Polizei zehn Verdächtige festgenommen: acht Syrer im Alter von 18 bis 29 Jahren, einen 18 Jahre alten Algerier und einen 25-jährigen Deutschen. Anfang April war ein 21 alter Mann aus Syrien als elfter Verdächtiger festgenommen worden. Alle elf Männer sitzen seither in Untersuchungshaft. Gegen sie wurde laut Staatsanwaltschaft bereits Anklage erhoben. Der Prozess gegen sie soll nach Angaben des Landgerichts am 26. Juni beginnen. Nach einem weiteren - unbekannten - Verdächtigen fahndet die Polizei mit einem Phantombild.

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Erstellt:
13. Juni 2019, 11:48 Uhr

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