Weissacher Schüler posieren für Werbefotos

Schülerinnen und Schüler der ersten Sportklasse im Bildungszentrum Weissacher Tal haben viel Spaß beim professionellen Fotoshooting. Im neuen Katalog des Backnanger Sportartikelherstellers Kübler Sport präsentieren sich die Zwölfjährigen in unterschiedlichen Disziplinen.

Kurz vor dem Start? Nein, die Siebtklässler müssen nur so tun als ob. Die Bize-Schülerinnen und -Schüler posierten als Model für einen Sportartikelkatalog Fotos: Kübler Sport

© Jochen Schreiner

Kurz vor dem Start? Nein, die Siebtklässler müssen nur so tun als ob. Die Bize-Schülerinnen und -Schüler posierten als Model für einen Sportartikelkatalog Fotos: Kübler Sport

Von Florian Muhl

Rems-Murr. „Das war echt eine coole Aktion“, erinnert sich Tobias Siebert zurück. „Am liebsten hätten wir mit den ganzen Geräten noch weitergespielt, zum Beispiel Fußball“, so der Zwölfjährige aus Heutensbach weiter. „Ja, wirklich cool“, stimmt Joel Sener aus Allmersbach im Tal zu. Und Levin Math aus Unterbrüden ergänzt: „...aber manchmal auch anstrengend, wenn man beispielsweise auf den Dingern stehen musste, die sich drehen und wackeln.“ Apropos anstrengend, da hat Alina Grasmik aus Althütte auch noch ein Beispiel parat: „Als wir in der Sporthalle beim Bockspringen waren, da musste einer stehen bleiben und so tun, als ob er weiter laufen würde.“

Tobias, Joel, Levin und Alina sind vier von insgesamt 20 Mädchen und Jungen aus der Klasse 7e des Bildungszentrums Weissacher Tal, die beim professionellen Fotoshooting für den Kübler-Sport-Katalog mitgemacht haben. Alle sind zwölf Jahre alt und standen das erste Mal als Model vor der Kamera. „Nicht ganz“, meldet sich Tobias zu Wort. „Bei der Bize-Einschulung kam auch ein Fotograf zu uns. Aber für so einen Katalog war es das erste Mal.“

Praktischerweise sind die Schüler Teil der ersten Sportklasse am Bize

Was bei diesem Projekt natürlich von Vorteil war: Bei der Realschulklasse 7e handelt es sich um die erste Sportklasse, die es am Bize gibt. Was es damit auf sich hat, erklären die Schülerinnen und Schüler: „Wir haben eine Sportstunde pro Woche zusätzlich und dann machen wir manchmal Sportausflüge und gehen zu Handballspielen oder Fußballspielen“, sagt Levin. Und wer überhaupt in die Klasse hineindurfte, erklärt Elias: „Wir haben in der 4. Klasse in der Grundschule einen Parcourstest gemacht. Und wenn man den geschafft hat, konnte man in die Sportklasse.“

Die Idee, eine solche Sportklasse am Bize zu etablieren, hatte die Lehrerin Stefanie Heinrich vor drei Jahren. Mittlerweile gibt es auch schon drei Sportklassen, jeweils eine in der 5., 6. und 7. Klassenstufe. „Der grundsätzliche Fokus liegt einfach auf dem Sport. So orientieren sich die Ausflüge mehr in Richtung Sport. Und wir werden in diesem Jahr eine Sportmentorenausbildung machen“, erläutert Stefanie Heinrich. Schulleiter Christian Zeller ergänzt: „Bei der Sportklasse hat auch in Fächern, die man vielleicht gar nicht mit Sport direkt in Verbindung bringt, das Thema bewegte Schule einen großen Stellenwert. Das heißt, dass das Thema Bewegung auch in den Lernprozess mit eingebunden wird und dass es innerhalb des Unterrichts auch bewegte Pausen gibt, also dass man einen Wechsel zwischen Konzentration und Entspannung hat.“ So verteile eine Mathematiklehrerin in ihrem Unterricht hin und wieder kleine Bälle und fordere die Mädchen und Jungen auf, mit ihnen zu jonglieren, weil bei dieser Koordinationsübung beide Gehirnhälften gefordert werden.

Zusammen mit ihrer Lehrerin Stefanie Heinrich sitzen die Siebtklässler auf Bewegungssitzen und machen mit „Boom-Boom-Heulschläuchen“ handgemachte Musik.

Zusammen mit ihrer Lehrerin Stefanie Heinrich sitzen die Siebtklässler auf Bewegungssitzen und machen mit „Boom-Boom-Heulschläuchen“ handgemachte Musik.

Die Schülerinnen und Schüler der 7e sind jedenfalls „echt froh“, wie sie sagen, in der Sportklasse zu sein. So konnten sie auch an den Katalogaufnahmen teilnehmen, die vor den Sommerferien an zwei Tagen auf dem Sportplatz, dem Pausenhof und in Klassenräumen stattgefunden haben.

„Das war eher ein glücklicher Zufall, dass wir mit Frau Heinrich und der Sportklasse ganz engagierte Schülerinnen und Schüler gefunden haben, denen es super Spaß gemacht hat“, sagt Felix Mattl. Der Leiter des Produktmanagements bei Kübler Sport ist voll des Lobes: „Die haben sich auch richtig toll angestellt. Das ist nicht immer leicht, mit Kindern und Jugendlichen zu fotografieren, weil die Geduldspanne auch immer eine Rolle spielt, aber die haben sich wirklich sehr, sehr gut angestellt und da sind am Ende tolle Aufnahmen herausgekommen.“

Das Bize bietet sich als Setting an

Nicht alle Produkte müssen jedes Jahr neu fotografiert werden. Eine Turnbank oder Sprungkästen in der Sporthalle ändern sich nur selten. „Aber beispielsweise bei Fußbällen, wo sich das Design meist jährlich ändert, da müssen wir schon aktiv werden“, erläutert Mattl. Innerhalb des Marketings ist bei Kübler Sport Jens Wasinewski mit seinem Team für alle Printbereiche verantwortlich. Der Fotograf allerdings ist ein Externer. Der kommt jedes Mal aus Würzburg, ist aber sehr erfahren und weiß genau, was gebraucht wird und worauf es ankommt. „Ein gutes Zusammenspiel“, sagt Mattl. „Wir können hier bei uns in den Lerchenäckern schlecht alles aufbauen und vor Ort fotografieren.“ Deshalb sei das Bize bestens zum für das Fotoshooting geeignet gewesen.

Dieser Tage ist der 114-seitige Katalog „Schule&Kommune“ erschienen. Stolz haben Tobias, Joel, Levin und Alina sowie ihre Klassenkameradinnen und Klassenkameraden darin geblättert. Und als Dankeschön gab es einen 100-Euro-Gutschein und zwei tolle Spiele, die die Siebtklässler bereits bei den Aufnahmen getestet hatten.

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Erstellt:
20. Oktober 2022, 06:00 Uhr

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